foto: privat

Es kam wie es kommen musste. An Heiligabend musste Manuel S. nach erfolgreicher Haftbeschwerde auf freien Fuß gesetzt werden. Die vollmundigen Verlautbarungen über angeblich heiße Spuren und neue Beweise erwiesen sich als Seifenblase. Die Neuauflage der Soko Peggy unter Leitung von Oberstaatsanwalt Potzel blamiert sich, wie man es von ihren Vorläufern gewohnt ist.

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Wieder scheiterten die Ermittler daran, der Öffentlichkeit eine Geschichte so lange zurecht zu biegen, dass sie plausibel erscheint und vor allem vor Gericht deutlich mehr Belastbarkeit beweist, als beispielsweise die unterirdische Story von den DNA-Spuren eines gewissen Herrn Bönhardt aus einem gewissen Untergrund. Galt der erste „Tatverdächtige“ noch mehr als 14 Jahre zu Unrecht als Mörder von Peggy, hat sich die Halbwertszeit der aufgetischten Lügen rasant verkürzt.

Kleinlaut musste die Staatsanwaltschaft nun zugeben:
„Das Amtsgericht hat einen dringenden Tatverdacht verneint, da das widerrufene Teilgeständnis nicht mehr gegen den Beschuldigten verwendet werden könne, das Spurenbild am Ablageort zwar den Verdacht der Verbringung der Leiche, aber nicht ein vorausgegangenes Tötungsdelikt begründe und da weitere Ermittlungsergebnisse, wie etwa Aussagen anderer Personen, keinen dringenden Tatverdacht für eine Sexualstraftat oder ein Tötungsdelikt zum Nachteil von Peggy Knobloch begründen würden.“

In der freien Wirtschaft oder im Profifußball wäre Oberstaatsanwalt Potzel nach diesem erneuten Griff ins Klo aus dem Amt geflogen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. So manches Gerücht aus Insiderkreisen hat sich in der Vergangenheit als deutlich substantieller erwiesen, als sämtliche von den unzähligen Peggy-Sokos „rekonstruierten“ Tatabläufe. Und so heißt es hinter vorgehaltener Hand, dass wieder einmal ein Paukenschlag bevorsteht, weil man in einem gewissen Ministerium den Endsieg befohlen habe und Hotzenpotzels Gurkentruppe noch immer nicht geliefert hat.

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2 KOMMENTARE

  1. Wer die NSU Akten für 120 Jahre wegschließt hat mehr Leichen im Keller.Das hätte denen so gepaßt dafür den Uwe Böhnhardt bluten zu lassen wie seinerzeit den Oswald für den Kennedy .

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