NSU – Affäre: Rätselhaftes Zeugensterben geht weiter

Ex – Freundin von verbranntem Zeugen stirbt an Krampfanfall

Das darf in keiner Affäre von diesen Ausmaßen fehlen – der plötzliche Tod mehrerer Zeugen. Nun ist die zwanzigjährige Ex – Freundin von Florian H., der 2013 in seinem Wagen in Stuttgart verbrannt ist, an einem Krampfanfall verstorben.

Krankheit als Ursache – unwahrscheinlich

Eine Obduktion soll Klarheit bringen. Denn ein tödlich endender Krampfanfall ist äußerst selten. Dass die Zeugin an Epilepsie litt, ist nicht bekannt. In seltenen Fällen kommt es bei dieser Erkrankung zu dem sogenanntem Status Epilepticus – lang andauernde Anfälle, die zum Tode führen können. Das ist heute durch die gute medizinische Versorgung jedoch sehr selten.

Ein erstmaliges Auftreten von Epilepsie im Alter von 20 Jahren ist sehr unwahrscheinlich und beginnt selten mit einem so heftigen Anfall. Zudem tritt Epilepsie oft familiär gehäuft auf, obwohl es sich um keine erbliche Erkrankung handelt. Sollte die Zeugin eine Neigung zu Krampfanfällen gehabt haben, wäre dies sicher schon früher aufgefallen und behandelt worden.

Krampfanfälle können auch nach erworbenen Hirnschädigungen durch Unfälle oder z.B. Viruserkrankungen mit Komplikationen ausgelöst werden. Solche Umstände müssten dem Umfeld aber bekannt sein und wären ein Anhaltspunkt für eine Suche.


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Drogen – Medikamente?

Auslösend für Krampfanfälle kann auch eine sogenannte Exsikkose sein – eine starke Austrocknung des Körpers. Nach dem Genuss von Extasy, aber auch anderen Drogen können solche schnellen Flüssigkeitsverluste auftreten, die dann einen tödlichen Krampfanfall auslösen.

Über Drogenkonsum der toten Zeugin ist nichts bekannt. Häufig kennen aber Drogensüchtige diese Risiken und beugen bei dem Konsum diesen Nebenwirkungen vor. Oft ist es auch üblich, etwas Valium vorrätig zu haben, für den Fall dass man krampft oder auf einen Horrortrip gerät.

Die meisten Tode durch Drogen gehen auf eine (oft absichtliche) Überdosierung zurück. Über Selbstmordabsichten der Zeugin ist aber nichts bekannt – es fehlt auch ein Abschiedsbrief.

Eine absichtliche Einnahme von solchen Substanzen ist somit nicht wahrscheinlich.

Nervengifte – Fehldiagnose?

Klarheit bringt erst die Obduktion. Vergiftungen mit verschiedenen Substanzen lösen Krampfanfälle aus. Sollte es sich nicht um besonders „geheime“ Substanzen handeln, dann sind diese schnell ermittelt. Klassische „Mord“-Gifte scheiden jedoch aus.

Die Spuren von z.B. Blausäure sind schon bei der Leichenschau eindeutig zu erkennen, wenn man Verdacht schöpft.

Die Frage wäre zu klären, wie das Gift in den Körper der Zwanzigjährigen gelangt ist. Nicht immer muss eine Mordabsicht dahinterstecken. Auch über verseuchte Lebensmittel kann man sich vergiften.

Auch kann die Diagnose Krampfanfall eine Fehldiagnose sein. Blutgerinnsel – plötzlich auftretende Hirnblutungen  – alles ist möglich.

Mordmotiv Nummer 1 – Beziehungstat?

Falls die Zeugin durch das stärkste aller Mordmotive ums Leben kam, dann stünde ihr Tod gar nicht mit der NSU Affäre in Zusammenhang. Eine Beziehungstat an weiblichen Mordopfern, etwa aus Eifersucht, geschieht jedoch oft im Affekt unter dem Einsatz von Gewalt. Das wäre in der Tat in diesem Fall die absurdeste Schlussfolgerung.

Der Tod der Zeugin gibt Rätsel auf – vielleicht hat ihr Tod eine „natürliche medizinische“ Erklärung – doch auch, wenn sich dies so heraus stellt – wer mag es noch glauben, ohne ein ungutes Gefühl im Magen zu haben?

Ihr Ex Freund – Florian H. starb am Tag, als er seine Aussage mache sollte. An der Selbstmordtheorie zweifelten die Angehörigen. Die tote Zeugin wiederum soll ausgesagt haben, dass sie sich bedroht fühlte. Grund genug, sich über den plötzlichen Tod der Zwanzigjährigen zu wundern.


 

Bildquelle:

Tatort Silhouette
pixabay.

 

 

 

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