Nach dem Eurocrash kommt der Datengau

Es wird finster in Deutschland, es wird finster auf der ganzen Welt – jedenfalls dort, wo vorher noch Licht brannte. Finstere Zeiten sind längst schon Wirklichkeit für die Menschen in den heutigen Kriegs- und Krisengebieten.

Nach dem Eurocrash, der immer wahrscheinlicher wird, kommt der Datencrash, der digitale GAU. Datenströme fließen nämlich analog zu Geldströmen, wenn diese ausbleiben, dann kann man sich die Datenströme ganz einfach nicht mehr leisten. Ein Server nach dem anderen geht in die Insolvenz – undenkbar, dass in Krisenzeiten die mittellosen Verbraucher mit kostenlosen Netzzugängen und Endgeräten versorgt werden – es reicht schon, dass diese was zu essen fordern.


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Das Netz wird auf das Notwendigste reduziert – Militär, Behörden, Industrie. Da man von einem Facebook Like nicht satt wird, macht sich der hungrige Mensch lieber auf den Weg zum nächsten Guerilla Gardening Meeting Point oder handelt auf dem Schwarzmarkt.

Das Netz verliert somit seinen wichtigsten Datenlieferanten, den „normalen“ Bürger, der es bereitwillig mit seinem ganzen Leben fütterte. Niemand googelt mehr nach dem nächsten Event, dem neuesten Kinofilm und bucht sich seine Tickets online – zu teuer. Niemand twittert seine Selfies in die Timeline – wer will schon ausgemergelte Gestalten mit Zahnlücken sehen, denn das Gesundheitssystem ist längst passé. Zahnärzte haben ihre medizinischen Geräte verweifelt an dubiose Händler vertickt, die daraus irgendwelche Waffen zusammenbasteln, mit denen Islamterroristen Anschläge verüben.

Dienste wie Google, Twitter, Facebook werden nicht mehr genutzt und verlieren ihre Daseinsberechtigung – die Giganten verschwinden sang und klanglos. Den Markt gibt es einfach nicht mehr.

Niemand hält das Netz am Leben, die wenigen Spezialisten, die noch einen Job finden, sind nicht in der Lage, die Infrastruktur anzupassen, wenn eine neue weitreichende Veränderung im Netz passiert, wichtige Server durch Bombardierung ausfallen oder einfach nicht mehr mit Energie versorgt werden können. Nicht mal mehr die Geheimdienste haben ohne die Nutzer noch einen Grund, das Netz ausser zur eigenen Kommunikation zu nutzen – zum Überwachen taugt es nicht mehr.

Alles, was digitalisiert und somit für die „Ewigkeit“ gesichert wurde, entzieht sich dem Zugriff der Masse – statt Wikipedia ist wieder das eigene Hirn gefragt. Im angelsächsischen Sprachraum erlangt das Wort Apple wieder seine ursprüngliche Bedeutung zurück und dient als Tauschmittel, mit Windows sind wieder richtige Fenster gemeint und ein Tablet braucht nur noch der Kellner, vorrausgesetzt, es gibt noch Gäste und was zu essen, das er ihnen anbieten kann.

Aber alles kommt viel schlimmer, denn ab einer bestimmten Netzreduzierung ist eine ähnliche Kettenreaktion zu erwarten, wie auf den Finanzmärkten und es droht der totale Zusammenbruch. Das Netz wartet aber vielleicht gar nicht, bis es ausgeschaltet wird – es reagiert – vielleicht auch mit einem Gegenschlag, denn es will überleben, darauf ist es programmiert.

Glauben  Sie nicht? Klingt zu fantastisch? Heute kann man noch Googeln oder altbacken analog Bücher zum Thema lesen. Die Firma IBM hat längst intelligente Chips entwickelt, die sich selbst programmieren, sich weiterentwickeln und einmal auf den Weg gebracht, diesen nicht wieder zurück gehen. Alles, was diese Dinger brauchen ist Energie. Der Mensch ist im Begriff der von ihm geschaffenen Technik seinen Geist einzuhauchen. Was am Ende von Horrorfilmen mit den Schöpfern der Monster geschieht, das wissen wir. (WELT: IBM lernfähige Chips)

Wir haben also die Wahl: Terminator oder Matrix?

Was soll denn sonst bei unserem Weg dabei herauskommen? Das System, das uns allen angeblich Wohlstand bescheren soll beruht auf einer Lüge. Der Neoliberalismus kauft die Menschen ein, er verführt sie und macht sie abhängig. Das Geld, der Besitz in diesem System ist nur geliehen, die Schulden, Zins und Zinseszins müssen beständig bedient werden. Auch wenn alle Mäuler gestopft sind, dreht sich das Hamsterrad weiter. Das Geld dient nicht dem Menschen, sondern der Mensch dem Gelde. Am Anfang sah es nur nicht danach aus.

Die Technik, die uns ein Leben in Muße verheisst, hat uns längst abhängig gemacht. Die ständige Weiterentwicklung erfordert ständiges Aufrüsten, damit man weiter teilhaben kann. Noch sind es Menschen in den Konzernen, die uns dahingehend beeinflussen, dieses Wettrüsten mitzumachen. Dabei sind auch diese Konzerne nichts anderes als Systeme, die ein Eigenleben führen – die Technik, die sie hervorgebracht haben kann nur auf denselben Prinzipien beruhen.

Im Jahr 2000 ist der Milleniumbug ausgeblieben – der Zusammenbruch blieb aus, die Kassen der Softwarehersteller klingelten ganz ordentlich. Auch so mancher Krisenvorsorgehändler hat damals einen guten Schnitt gemacht. Dieses Geschäft läuft in den letzten Jahren immer besser, gerade auch über das Internet – bald ist das alles nicht mehr möglich. Wer nicht zahlt muss draussen bleiben – this is the end beautiful friend!

Es lebe der Crash!



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Wolfgang van de Rydt
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