Mordfall Peggy: Gegendarstellung zu Aktenzeichen XY

Gegendarstellung zur Sendung XY

vom 3.6.2015 „Wo ist mein Kind“ über den Fall Peggy

Bereits die Vorankündigung in der Presse, Peggy wurde am 7.5.2001 letztmals um 13.20 Uhr lebend gesehen, erregte die Gemüter in der Öffentlichkeit.

1. Unmittelbar nach der Sendung haben sich bei mir Bürger gemeldet – möglicherweise mehr als bei der Kripo in Bayreuth – nicht um etwa einen Hinweis auf den Verbleib von Peggy zu geben, sondern alle voller Empörung über das Auftreten von Soko-Leiter M. sowie der Mutter von Peggy.


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Gerade der Hinweis von M., es sei gesichert, Peggy sei 13.24 Uhr letztmalig lebend gesehen worden, ist ein derber Schlag ins Gesicht für alle die Zeugen, die ganz genau wissen, dass sie Peggy an diesem 7.5.2001 noch am Nachmittag, ja sogar abends mit ihrem Roller gesehen haben, was sie 2014 vor einem Wiederaufnahme-Gericht noch einmal sehr glaubhaft bekräftigt hatten.

Im Filmbeitrag werden alle Hinweise in Richtung einer möglichen Entführung ins Ausland völlig ignoriert – entgegen der Mitteilung der Staatsanwaltschaft Bayreuth – es werde in alle Richtungen ermittelt.

So gingen nach dem Verschwinden von Peggy Hinweise auf Tschechien an KARO – Verein gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern – ein, ebenso durch die Schweizer Stiftung FREDI, die sich mehrfach an die damalige Soko in Hof gewandt hatte – leider ohne Reaktion derselbigen!

Sehr eindeutige Hinweise gingen später aus der Türkei ein; wenn man Peggy dort nicht gefunden hat, ist das noch lange kein Indiz dafür, dass sie sich nicht tatsächlich dort befindet. Nicht ohne Grund wurden durch die Staatsanwaltschaft Hof Rechtshilfeanträge in Tschechien und der Türkei gestellt.

Keinerlei Beachtung findet die SMS „Ich habe meine Mama schon lange nicht mehr gesehen“, die am 7.6.2001 auf dem Handy von Peggys Stiefvater eingegangen war; ebenso die des damaligen Lebensgefährten von Peggys Mutter vom 2.1.2002, in der es um 50 000 DM geht mit dem Hinweis, dass sie es sich noch überlegen kann; er habe alles versucht, das zu verhindern, was eine klare Erpressung erkennen lässt.

M. kommt es in der Sendung mit seinem Hinweis, Ulvi sei am Tag des Verschwindens unweit des Wohnhauses von Peggy gesehen worden, einzig und allein immer wieder nur darauf an, diesen zu stigmatisieren. Tatsächlich hatte von 50 Befragten keiner Ulvi zu diesem Zeitpunkt dort gesehen. Die Ausführungen von M. zeigen einfach nur eine Wiederholung des gesamten Ermittlungskalküls von Beginn bereits der 1. Soko an.

Sehr auffällig der ständige Hinweis auf den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Ulvi; man verliert aber kein Wort darüber, dass der Bruder des Nachbarn – ein inzwischen verurteilter Kinderschänder – sehr engen Kontakt mit Peggy hatte, was Peggys Mutter bestens bekannt war.

Warum wird bis dato die Person verschwiegen, der Peggy kurz vor ihrem Verschwinden abends einmal nach Hause brachte? Peggys Stiefvater hat diesen Mann beschrieben und auch an Hand von Fotos identifiziert oder der Herr, der am Tag des angeblichen Verschwindens um die Mittagszeit in Lichtenberg mit einem Taxi kam und in Richtung Markt (Wohnung Peggy) gelaufen war; ein Zeuge hatte ihn an Hand von Fotos identifiziert!

Ein Zeuge hatte drei Tage nach dem Verschwinden von Peggy im Wald bei Helmbrechts ein Mädchen liegen gesehen; er hatte aber nicht von einer Leiche gesprochen!!

2. Noch vor wenigen Wochen hatte Profiler Axel Petermann im Fall Peggy festgestellt, dass ihr Umfeld sehr schwierig war und die Familie sehr genau beleuchtet werden muss. Dies wird wiederum erneut peinlichst verhindert!

Peggys Mutter präsentiert der Öffentlichkeit eine heile Familie, die – nachweisbar – nicht vorhanden war. Es war in Lichtenberg bekannt, dass sie nicht die treusorgende Mutter war und sich kaum um ihr Kind gekümmert hat; warum werden nicht einmal der ehemalige türkische Lebensgefährte oder der leibliche Vater von Peggy befragt?

Die „morgendlichen Rituale“ stellt Peggys Mutter in dem Filmbeitrag dar, wie sie in einer geordneten Familie ablaufen, aber keinesfalls so, wie sie tatsächlich am Tag des Verschwindens ihrer Tochter in ihrer Familie abgelaufen sind.

Peggy bekam weder ein Pausenbrot geschmiert oder gar einen Zopf geflochten. Sie selbst hatte Peggy empfohlen, sich lieber etwas beim Lebensmittelhändler früh zu holen, was ihr schmeckt.

Mehrere Zeugen haben Peggy mit wehenden Haaren (also keinen Zopf) aus dem Haus kommen sehen. Auch hatte Peggy ihrer Freundin und deren Mutter anvertraut, das sie sich ihr Frühstück alleine machen und ebenso den Wecker alleine stellen müsse. Peggy war auch öfters zu spät zur Schule gekommen, wie sie selbst sagte, weil ihre Mutter sie nicht rechtzeitig aufgeweckt habe.

Auch weiß ein Nachbar, dass Peggy mehrfach mit dem Ranzen auf dem Rücken bereits früh ganz zeitig – als seine Kinder noch schliefen – geklingelt und nach der Zeit gefragt hatte aus Angst, nicht zu spät in die Schule zu kommen.

Der Hinweis von Peggys Mutter im Filmbeitrag, ihre Tochter habe nach der Schule zu den Nachbarn gehen und Hausaufgaben machen sollen, ist widerlegt, da bekannt war, dass diese an dem Tag nicht zu Hause sein werden. Auch liegt die Aussage von Peggys Mutter vor, wonach ihre Tochter in letzter Zeit nicht mehr gern zu den Nachbarn gehen wollte, um bohrenden und peinlichen Fragen aus dem Weg zu gehen!!

Sehr medienwirksam – aber wahrheitswidrig – berichtet Peggys Mutter, ihre Tochter sei früh noch einmal umgekehrt, um ihr zu sagen, sie habe sie ganz lieb. Tatsächlich hatte sie – nach eigenen Aussagen – jedoch nur gehört, dass Peggy noch einmal zurück kam; gleich darauf habe sie hinaus geschaut und festgestellt, dass Peggy schon wieder nach draußen gerannt war und der Beutel mit den Puppen an der Garderobe fehlte.

Peggys Mutter spricht über die Wesensveränderung ihrer Tochter kurz vor dem Verschwinden; sie habe sich zu Hause eingeigelt und wollte nicht mehr raus. Jedoch liegen mehrfach Aussagen von Zeugen vor, dass es gerade umgekehrt war, dass Peggy nicht nach Hause wollte.

So könnten noch jede Menge weitere Beispiele aufgeführt werden, die Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Peggys Mutter aufkommen lassen; selbst die nebensächlichsten Darstellungen, z.B. der Inhalt des Geldbeutels – entsprechen – aktenkundig – nicht der Wahrheit. Im Geldbeutel befanden sich damals 5 Pfennige, was die Schulfreundin auch bestätigte; im Filmbeitrag leider von ihr wahrheitswidrig dargestellt.

Bis dato ist die Öffentlichkeit immer von einer seriösen und einer wahrheitsgemäßen Darstellung von Beiträgen in XY ausgegangen, zumal es sich um vermisste Kinder handelt und die Öffentlichkeit zur Mithilfe aufgefordert wird. Das Image der Sendung hat durch diesen Beitrag einen erheblichen Schaden erlitten, der aus Sicht der Öffentlichkeit so nicht im Raum stehen bleiben sollte.

Gudrun Rödel


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