Merkel sagt Njet zum Krieg!

McCain: Merkeldämmerung in den USA! Die Kanzlerin vor der Wende?

Dass Angela Merkel auch anders kann, hat sie bei der legendären Energiewende nach dem Fukushima Desaster bewiesen. Eben noch hatte sie gegen den Widerstand ihres Parteikollegen und damaligen Umweltministers Röttgen noch die Laufzeitverlängerung für die deutschen AKW  durchgepeitscht – nach dem Reaktorunglück fegte sie die Pläne vom Tisch.

Natürlich, von Anfang an war klar, dass der Bürger die Kehrtwende bezahlen muss, aber Merkels Schachzug war gleich in mehrfacher Hinsicht genial. 

Mit einem Schlag beraubte sie die Grünen ihres einstigen Kernthemas und degradierte sie somit zu künftigen Mehrheitsbeschaffern auch für die Union. Die verbürgerlichte Ökopartei kam bei der Bildung der Großen Koalition noch nicht zum Zuge, denn mit einer satten Zwei Drittel Mehrheit und einem handzahmen Sigmar Gabriel lässt sich die Merkelagenda einfach besser durchsetzen. 

Aber vielleicht tut man Merkel Unrecht, wenn man ihr bloßes Kalkül unterstellt. Für ihre Verbündeten war sie stets eine verlässliche Partnerin, opferte alles und jeden, um das Schiff auf Kurs zu halten. Ihr Kurs: Der Euro und die EU. Deutsche Interessen ordnete sie dem stets konsequent unter. Und ohne die USA ging lange gar nichts, was Merkel nicht alternativlos abgenickt hätte.


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Aber die Zeiten ändern sich – Abhören durch die NSA ist peinlich, tötet aber niemanden – wenn es um Krieg geht, ist das was anderes. Sanktionen ja, auch wenn sie einem selber schaden, aber bei militärischen Mitteln ist erst mal Schluss, auch für Merkel, die übrigens mal selbst in Donezk studiert hat.

Der aggressive Kurs der USA gegenüber Russland schadet vor allem der EU.

Merkel ist sich zudem auch bewusst, dass eine große Mehrheit in Deutschland gegen den Kurs der USA ist, keinen Krieg und keine Waffenlieferungen in die Ukraine unterstützt. Sie ist sich auch darüber bewusst, dass sie keineswegs so beliebt ist, wie die Medien es gerne mit ihren Kampagnen verkaufen wollen.

Die mächtigste Frau der Welt? Das könnte sie jetzt beweisen und eine Mehrheit der Deutschen hinter sich versammeln.

Merkels Absage an Waffenlieferungen in die Ukraine sind ein erstes Zeichen dafür. Sie wird trotz der aggressiven Kriegsrethorik von McCain noch deutlicher:

Militärisch ist diese Krise nicht zu lösen!

Für die Amerikaner ein glatter Affront. Wahrscheinlich noch von größerem Ausmaß als die damalige Weigerung von Gerhard Schröder, die Bush Invasion im Irak zu unterstützen.

Noch hat Angela Merkel den harten verbalen Schlagabtausch mit den USA vermieden, doch wenn sie bei ihrer Haltung bleibt, dann wartet wohl ganz Deutschland darauf, dass sie den USA ihr „vollstes Vertrauen“ ausspricht und Ernst macht! Krieg ist keine Option!

Wie auch immer man ansonsten zu Merkel stehen mag, damit stünde sie nicht allein da!

Da kann McCain noch so viele Entschuldigungen fordern – Focus – in den USA ist es Zeit für eine Merkeldämmerung…

Heute ist Merkel zu Gast im Weissen Haus – wird sie nach dem Gespräch mit Obama einlenken?


Bildquelle:

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Photo by Glyn Lowe Photoworks.
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6 Kommentare

  1. Ich hoffe, an dem Artikel ist was Wahres dran – schön wär´s.
    Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.

  2. Die Enegiewende muß vom Steuerzahler bezahlt werden, weil Merkel gegen den Willen der Bevölkerung vom Kompromiss durch Trittin mit der Energiewirtschaft abgerückt ist. Der Steuerzahler zahlt also nicgt für den Ausstieg, sondern für Merkels 360-Grad Drehung. Ständige Drehungen mit teilweise erstaunlichen Drehzahlen sind ein Kennzeichen Merkelscher Politik. Warum sollte es ausgerechnet diesmal und zusätzlich gegen die US-Regierung anders sein ? Sie wird sich noch mehmals umentscheiden und wenn sie dann langsam die Drehzahl senkt kann man etwas besser abschätzen, wie sie sich letztendlich entscheidet.

  3. Es ist zum Verzweifeln. Wenn ihr sehen wollt, was Politiker wirklich wollen, dann schaut auf ihre Handlungen, nicht auf das, was sie euch sagen. Merkel versucht jetzt, einen Waffenstillstand herzustellen, weil tausende Ukro-Kämpfer – darunter auch NATO- und US-Söldner sowie französische Fremdenlegionäre – im Kessel bei Debalzevo eingeschlossen sind und die Putschisten-Armee gerade wieder einen weiteren herben Rückschlag nach dem Muster von Illjowask erlebt. Wenn die Novorossja-Armee auf einen Waffenstillstand eingeht (NICHT Putin!), werden die Ukros ihre Kräfte erneut konzentrieren und bald wieder einen Angriff starten, das hatten sie ja bereits genau so gemacht.

    Ausserdem wurden NATO-/US-Waffen auf dem eingenommenen Flughafen von Donetzk gefunden. Beim Beschuss des Krankenhauses letzte Woche wurden Geschosse aus deutscher Produktion gefunden. Zu glauben, die NATO/USA und auch DE würden keine Waffen liefern, ist mehr als naiv. Schließlich haben die NATO-Truppen das zwecks Manöver in die West-Ukraine gekarrtes Material („Rapid Trident“, September 2014) bei Beendigung ihres Manövers „vergessen“, also dort zurückgelassen. Weiterhin sickern NATO-Waffen über Polen ein.

    DAS ist das, was Merkel unterstütz, ganz egal, was sie den Menschen wieder einmal vorlügt.

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