UN-Sitz in Genf

Die Main-Stream-Medien haben erst sehr spät und sehr zögerlich über den UN Global Compact for Migration, also den Migrationspakt, berichtet. Auch über andere Pläne der UN, wie etwa die 169 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 oder die Pläne für eine gesteuerte Zuwanderung in Länder, die negativ vom demographischen Wandel betroffen sind, haben diese Medien wenig oder gar nicht berichtet. Woran liegt das? Unfähigkeit oder Unwilligkeit? Ist das zufällig oder geplant? Die Tatsache, dass auch über andere weitgreifende Pläne der UN in den wichtigsten Medien kaum etwas zu finden ist, lässt den Eindruck entstehen, dass Zufall und Unfähigkeit die Gründe dafür sind. Schliesslich ist die UN eine extrem komplexe Organisation mit sehr vielen Untergruppierungen. Überschneidungen und Abgrenzungen sind kaum nachvollziehbar. Die Sitzungen zu einzelnen Themenkomplexen finden häufig in unregelmässigen Abständen über den Globus verteilt statt. Manche Sitzungen sind offener als andere. Was hinter verschlossenen Türen verhandelt wird, bleibt nur einem kleinen Kreis vorbehalten. Die Ankündigungen für viele Veranstaltungen sind für Aussenstehende oft nicht nachvollziehbar. Etliche Projekte werden über Jahre hinweg verhandelt. Diese Intransparenz scheint System zu haben. Schliesslich geht es um ein Herrschaftssystem, dessen Wurzeln tief in der obskuren Welt der Freimaurer verankert sind. Noch heute werden viele UN-Sitzungen vom Chairman, was dem Meister vom Stuhl der Freimaurer entspricht, mit drei Hammerschlägen eröffnet. Auch die Farbe Blau der UN-Flagge geht auf diese Gruppierung zurück. Egal ob die Vorgehensweise der UN nun ein geplantes Versteckspiel ist oder einfach der Komplexität dieser Organisation in einer stark diversifizierten Welt geschuldet ist – für einen guten Journalisten sollte dies kein Hindernis sein, um nicht doch ausführlich über die Pläne der UN und ihre Hintergründe zu berichten. Das wirklich erstaunliche ist nun, dass die wichtigsten Medien und Presseagenturen eigene Büros im UN Gebäude haben.

Im Genfer Völkerbundpalast haben die Pressevertreter sogar ein eigenes Pressekaffee – wenn alle anderen Gastronomiebetriebe im Gebäudekomplex schon geschlossen haben, so trifft man an der Bar des Pressekaffees immer noch eine bunte Truppe von Journalisten aus aller Welt. Warum machen diese Leute also nicht ihren Job und berichten über Dinge wie den Migrationspakt, die praktisch vor den Türen ihres Büros verhandelt werden? Unfähigkeit? Desinteresse? Innere Kündigung? Oder werden Berichte darüber gestoppt, bevor sie der Öffentlichkeit präsentiert werden? Fragen, die sich nicht schlüssig beantworten lassen. Wie gross die Verantwortungslosigkeit der Medien und ihrer Vertreter ist, zeigt auch ein anderes Beispiel: die New Urban Agenda der UN. Dieser Plan für die Stadt der Zukunft hat auch den harmlos klingenden Namen Habitat III und umfasst die Quito Deklaration für nachhaltige Städte und Siedlungen. Hinter der langweiligen Bezeichnung stecken 175 Ziele für die Stadt der Zukunft. Auch wenn in typischer UN-Sprache vieles verklausuliert ausgedrückt wird, so sind doch die Punkte 54 und 114 a) der Neuen städtischen Agenda von besonderem Interesse. So soll der motorisierte Verkehr zurückgedrängt und nur noch möglichst ressourcenschonend erfolgen. Fahrradverkehr und Fussgängern ist mehr Raum zu geben, da diesen Transportformen neben dem ressourcenschonenden öffentlichen Verkehr die Zukunft laut UN gehört. Auch wenn die Main-Stream-Medien keine Erklärung anbieten, so ist doch klar ersichtlich, dass die Umsetzung der Habitat III-Agenda bei uns mit Hilfe von Fahrverboten, Tempobeschränkungen auf Hauptverkehrsachsen und der Subventionierung von Lastenfahrrädern erfolgt.

Der Traum der idealen Stadt beschäftige schon die grossen Planer der Antike und Renaissance. Heute versucht die UN in diese Rolle zu schlüpfen. Deren naive Vorstellungen gehen dahin, dass künftig jeder Stadtbewohner 90% seiner alltäglichen Verrichtungen im Umkreis von 500m in einer Stadt erledigen können soll. Angesichts verödeter Innenstädte und Schlafsiedlungen an der Peripherie eine absolute Utopie. Das ist umso verstörender, wenn man weiss, dass dieselbe Organisation vorhersagt, dass in den nächsten 30 Jahren die Zahl der weltweiten Stadtbewohner auf 7.2 Milliarden Menschen ansteigen soll. Und die allermeisten von ihnen sollen nach dem Willen der UN mit Fahrrädern zum Einkaufen fahren oder zu Fuss gehen – weil niemand in der Lage sein wird, die notwendige Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr überhaupt zu finanzieren. Städte mit Bevölkerungszahlen von über 20 Millionen Einwohnern werden keine Seltenheit sein. Eine Stadtdurchquerung mit dem Fahrrad wird in einem Tag kaum zu schaffen sein.

Während die willfährigen Handlanger der UN-Utopie in Europa alles daransetzen, die Stadtentwicklung auf dem Alten Kontinent ins vorindustrielle Zeitalter zurückzuentwickeln, entstehen gleichzeitig andernorts hypermoderne Metropolen in Asien und Afrika. Doch auch Slums eines bislang unbekannten Ausmasses entstehen in den Schwellenländern mit stark wachsender Bevölkerung. Sie werden von ungezählten Millionen bevölkert, die am Rande des Existenzminimums leben. Dort wird eine Gesetzlosigkeit ungeahnter Dimensionen herrschen. Aber in Deutschland soll ein Dieselfahrverbot in Stuttgart und anderen Städten die Welt und das Gesicht der UN retten. Und über all das berichten die Main-Stream-Medien nichts.


Quelle: Investnews.today