KiTastreik: Tausende Erzieherinnen legen die Arbeit nieder

Über 2000 Beschäftigte im Arbeitskampf bei großer Kundgebung in Rheinland-Pfalz

Die Gewerkschaften Verdi und GEW hatten zur Kundgebung ins beschauliche Ingelheim am Rhein geladen. Tausende folgten dem Aufruf und legten die Arbeit nieder.Darunter nicht nur Erzieherinnen aus den KiTas, die zum Teil ganz geschlossen blieben, sondern auch Sozialarbeiter aus der Jugendhilfe und Angestellte der Werkstätten für Behinderte.

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Die Redner gaben sich kämpferisch – Achim Meerkamp vom Bundesvorstand der Gewerkschaft Verdi:

„Es gibt einen gesellschaftlichen Konsenz darüber, dass soziale Arbeit endlich besser bezahlt werden muss.

Wer sich die öffentliche Meinung anschaut, der kann wirklich den Eindruck haben, dass die Einzigen, die es noch nicht verstanden haben, die Verhandlungspartner auf der anderen Seite sind.“


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So habe sich schon vor zwei Wochen Julia Klöckner, CDU, geäußert, die Kolleginnen und Kollegen im erzieherischen Bereich müssen besser bezahlt und ihre Leistung aufgewertet werden.

Auch Familienministerin Manuela Schwesig, SPD, würde diese Haltung teilen. Es gälte nun, die kommunalen Arbeitgeber zu überzeugen, die sich bisher querstellen und Mehrbelastungen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro auf sich zukommen sehen. Das Geld dazu sei nicht vorhanden.

Demgegenüber stellt Meerkamp die aktuellen Steuerschätzungen – in den kommenden vier Jahren können sich Bund, Länder und Gemeinden über Mehreinnahmen von über 39 Milliarden Euro freuen.

„Und davon sollen nicht 1,2 Milliarden Euro für die Kollegen und Kolleginnen da sein? Nein, da können wir den kommunalen Arbeitgebern nicht recht geben!“

Derzeit sieht es also nicht so aus, als dass es schnell zu einer Einigung kommt. Neben besseren Löhnen haben die Streikenden zum Teil noch weitere Forderungen.

Es müsse bessere Arbeitsbedingungen geben, auch mehr Personal, damit endlich mehr Zeit für das Wichtigste im Beruf übrig bliebe – den Kindern.

 

 

 

kitastreik

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