KiTa Streik: Schlichterspruch abgelehnt – drohen neue Streiks?

Gespräche wieder fortgesetzt

Verdi hat den Schlichterspruch abgelehnt. Neue Streiks wären somit möglich.

Dennoch wurden am Morgen die Gespräche mit den Arbeitgebervertretern fortgesetzt.

Von den ursprünglichen Forderungen war der Vorschlag zur Einigung meilenweit entfernt.

Nichts genaues weiss man, doch es ist wohl kaum denkbar, dass die Gewerkschaften ihren Mitgliedern in absehbarer Zeit ein zufriedenstellendes Ergebnis präsentieren können.

Ein großer Streik weckt große Erwartungen, die erfüllt werden wollen. Gehen die Streikenden am Ende mit einem Almosen nach Hause, weil es dann wieder mal heisst:

“Mehr war einfach nicht drin”?

Es liegen keine Zahlen vor, wie viele Unentschlossene im Zuge der Streikvorbereitungen schnell noch in einer der Gewerkschaften Verdi oder GEW eingetreten sind, doch gerade bei der kleinen GEW war der Beitritt ein besonders niederschwelliges Angebot:

Sofort mit der Beitrittserklärung wurde das Anrecht auf Streikgeld wirksam.

Nun darf Verdi die Hoffnungen auf bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen nicht aufs Spiel setzen. Bsirske will einen Mitgliederentscheid. Das lässt nichts Gutes erhoffen, wenn man an die Mitgliederentscheide in der SPD denkt, der die Gewerkschaften ja so nahe stehen.

Eine Fortsetzung des Streiks aber würde jetzt zur Urlausbszeit nicht mehr alle Eltern vor Probleme stellen, damit ließe sich Gesicht wahren, ein bißchen pokern und dann am Ende ein eher mageres Ergebnis einfahren.

In Zeiten von Grexit und allgemein leeren Kassen kommt es eben nicht gut, wenn einige den Hals nicht voll bekommen.

Mal sind es die Banker, diesmal die Erzieher!

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1 Kommentar

  1. 1. Ist ist es kein Kitastreik, denn es geht um alle Menschen, die im Soziel und Erziehungsdienst tätig sind, auch Sozialarbeiter, Heilpädagogen und andere.
    2. Wollte Herr Bsirske mit Sicherheit keinen Mitgliederentscheid (abgesehen von dem in der Gewerkschaftsatzung vorgesehenem über den Abschluss) — das ist ein in der bundesweiten Streikdelegiertenversammlung am 24.6. ausgehandelter Kompromiss.
    3. Dass man bei der GEW sofort mit dem Eintrittsdatum Streikgeld erhält ist ebenfalls in der Satzung verankert und kein “Sonderangebot”.
    4. Die (nicht ganz durchsichtige und etwas seltsame) Vierwochenfrist bedeutet, das zumindest in NRW die Sommerferien fast rum sein werden, während sie in BW noch nicht einmal begonnen haben, von “jetzt zur Urlausbszeit nicht mehr alle Eltern vor Probleme stellen” kann also nicht die Rede sein.
    5. Ich möchte darauf hinweisen, dass Banker und Erzieher keineswegs vergleichbar sind, weder in ihrem Einkommen (möchte mal eine Erzieherin mit Millionenboni sehen) noch in Systemrelevanz (möchte behaupten, dass die Welt gut ohne Banker derzeitiger Couleur leben kann). Für mich wären es im übrigen laut Schlichterspruch 33€ mehr, und zwar brutto.

    Bite in Zukunfte erstmal recherchieren, bevor ihr einen Artikel schreibt.

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