Kindesmissbrauch als nationale Bedrohung

Grossbritanniens Cameron spricht von industriellen Ausmassen

Und in Deutschland?  Die Welt berichtet, dass der britische Premier David Cameron „sogar ein Gesetz anstrebe, nachdem jeder, der seine Aufsichtspflicht wissentlich verletze, künftig mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren zu rechnen habe, ganz gleich ob Sozialarbeiter oder Polizist.“

Die derzeit in Grossbritannien bekannt gewordenen Fälle waren lange Zeit verschwiegen worden. Als Grund für das Versagen der Behörden wird u.a. Political Correctness angegeben, da es sich bei den Tätern einer über mehr als 16 Jahre lang operierenden Bande um pakistanische Einwanderer handelt und die Verantwortlichen Rassismusvorwürfe fürchteten. Aber das Pädophilen Netzwerk soll bis in die Elite der Londoner Polizei hineinreichen.

Der Skandal auf der Insel ist aber keineswegs nur eine englische Spezialität. Der Fall Edathy wurde von der britischen Presse aufgegriffen, fast erleichtert darüber, dass auch die deutsche Politik einen entsprechenden Skandal hat, wenn auch nicht von denselben Ausmassen wie in Grossbritannien.

Aber dieser Eindruck trügt – schon die Skandale um die Heimkinder aus der jüngeren bundesdeutschen Vergangenheit hatten alleine in Bezug auf die Zwangsarbeit, die die Kinder in den kirchlichen und staatlichen Heimen zu leisten hatten, industrielle Ausmasse.


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Die Misshandlung und der sexuelle Missbrauch durch Geistliche, Ordensschwestern, Lehrer und Erzieher waren alles andere als nur die Summe bedauerlicher Einzelfälle, sondern eher die traurige Regel.

Auch die Debatte über die Pädophilie, die laut dem Journalisten Christian Füller in der Grünen Ideologie angelegt war, ist noch nicht lange zur Seite gelegt, richtig zu Ende geführt wurde sie nie.

Stefan Niggemeier berichtete über die Weigerung von Ines Pohl, Chefredakteurin der TAZ, diesen Artikel seines Kollegen zu veröffentlichen. Es war Wahlkampf 2013. Erst nach weiteren Zeitungsberichten, u.a. in der BILD, kam die Debatte über die Grünen und die Pädophilie in Gang. Pohl begründete die Ablehnung des Artikels mit journalistischen Standards – richtig abgenommen hat ihr das nicht jeder.

Konsequenzen wurden aus der Grünen Affäre nicht gezogen – nach wie vor hält die Partei an zwei der umstrittenen Personen, Daniel Cohn-Bendit und Volker Beck fest, die sich zur Gründungszeit für die Belange von Pädophilen und eine Legalisierung von Kindersex eingesetzt hatten – heute versuchen sie das mit dem Zeitgeist zu entschuldigen. Eine Schande.

Wir hatten zu dieser Zeit ein GRÜNES SORGENTELEFON eingerichtet für die Opfer von sexueller Gewalt aus dem grünen Milieu und zahlreiche Anrufe und Zuschriften erhalten.

Aber das alles behandelt Fälle aus der Vergangenheit. Doch was ist in der Gegenwart los? Haben sich die Verhältnisse etwa gebessert, dass ein massenhafter Missbrauch nicht mehr so lange unentdeckt bleiben kann?

Industrielle Ausmasse haben wohl auch die zweifelhaften Praktiken der Jugendhilfe angenommen. Mehrfach sendete das TV verschiedene Reportagen. Das Geschäft mit Pflegekindern, die von den Jugendämtern aus Familien genommen werden ist sehr einträglich. Nicht nur für die verschiedenen Betreiber der unterschiedlichen Jugendhilfeeinrichtungen, sondern auch für Privatpersonen.

Es ist ein leichtes, Pflegekinder bei sich aufzunehmen und dafür gut bezahlt zu werden. Kontrollen sind nur sehr spärlich, da man als „Pflegeelternteil“ selbst Teil des Systems ist und die Betreiber auf diese Familien mit „Bedarfsplätzen“ für den Notfall angewiesen sind. Uns sind ähnliche erschütternde Fälle wie in den Fernsehdokumentationen bekannt, angefangen von liebloser Behandlung, Ausbeutung für Hausarbeit und sexuellem Missbrauch durch Betreuungspersonen.

Das Schweigekartell, dass es angeblich nur zur Zeit der „schlimmen Heimkinderskandale“ gegeben hat, existiert auch heute noch. Die Strukturen in den Einrichtungen haben sich gewandelt, auch in kirchlichen Heimen arbeitet heute überwiegend weltliches Personal, doch Überlastung und Personalmangel in Heimen und Jugendämtern wirken dem entgegen.

Hinzu kommen  die mangelhafte Ausbildung und fehlende Berufserfahrung der Tätigen, gerade bei den Jugendämtern. Ein Studium der Sozialpädagogik vermittelt alle möglichen Kenntnisse, aber nicht den Umgang im Alltag mit Gewalt, sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung und dem einer Aufklärung am meisten im Wege stehenden Mobbing, das gerade im sozialen Bereich besonders weit verbreitet ist.

Das alles erreicht noch nicht die Dimension der Fälle in Grossbritannien, doch die Strukturen sind hier nicht wesentlich anders, wenn es um die „speziellen“ Milieus geht, in denen diese Dinge geschehen sind und wie dort die Helfer agieren. Niemand ist gewillt, dort genauer hinzuschauen, wenn er nicht dazu gezwungen wird.

Die Gründe sind nicht nur Political Correctness, sondern auch Angst – denn einmal getätigte Anschuldigungen, ein zuviel an Nachfragen, kann ernsthafte Folgen haben, wenn Täter misstrauisch werden oder Kollegen und Vorgesetzte um ihren guten Ruf besorgt sind. Wer einmal zu einem solchen Fall geschwiegen hat, macht sich schuldig und wird sich später eher nicht zu einer Aussage durchringen lassen, mit der er sich selbst belastet.

Und was im Dunkelfeld sogenannter „bildungsferner“ Schichten an organisierter Kriminalität geschieht, hat kaum eine Chance, an die Öffentlichkeit zu kommen, wenn sich die Opfer nicht selbst offenbaren. Dies passiert allerdings oft erst viele Jahre später. In dreissig Jahren kann man sich schon mal auf einen neuen runden Tisch einstellen, an dem die Fälle von heute bearbeitet werden. Möglicherweise geht es dann dabei auch um Verwicklungen in höhere Kreise.

Die nationale Bedrohung, von der Cameron spricht, besteht nicht nur durch die Ausmasse der Fälle, sondern auch  durch die Verwicklung  höchster Kreise, die bei Bekanntwerden eine Staatskrise auslösen können.

Über 50 Personen waren über die Ermittlungen gegen Sebastian Edathy informiert, wie in den letzten Tagen bekannt wurde. Die Empörung in der Öffentlichkeit ist groß – dabei ging es im Vergleich zu Großbritannien „nur“ um den Konsum von Bildmaterial, nicht um konkreten sexuellen Missbrauch von Kindern.

Immer wieder wurden Fälle bekannt, bei denen Politiker oder Personen in ihrem Umfeld unter Verdacht gerieten.


 

Bürloleiter des Grünen Bundestagsabgeordneten Tom Koenigs unter Missbrauchsverdacht 

Bewährungsstrafe für Jörg Tauss SPD

CDU Kommunalpolitiker unter Verdacht

Fall Wernet schockiert CDU

Hat CDU Mann seine Nichte missbraucht?

Stieftochter beschuldigt CDU Politiker

Kinderporno Politiker verurteilt

Wiesbadener Stadtverordneter unter Missbrauchsverdacht

Chat mit 15 Jähriger über Facebook

Bremer SPD Politiker verhaftet – KO Tropfen und sexueller Missbrauch

SPD Politiker soll Studenten missbraucht haben

 


Bildquelle:

David Cameron photo
Photo by bisgovuk
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1 Kommentar

  1. Das Gleiche in Deutschland, Sachsensumpf:

    Das Gleiche in Österreich, Natascha Kampusch:

    Das Gleiche in Belgien, Dutroux ( 27 Zeugen ermordet):

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