Man lernt immer mal etwas Neues dazu. Zum Beispiel, dass die AfD schon viel länger ihr Unwesen treibt, als allgemein bekannt. Und zwar mindestens seit 1979. Denn in diesem Jahr erschienen die ersten TKKG-Geschichten, ersonnen von Autor Stefan Wolf, dessen richtiger Name Rolf Kalmuczak war. Kalmuczak starb 2007, muss aber ein wahrer Prophet gewesen sein, dass er der Welt ein “AfD-Erbe” hinterlassen hat, das jetzt in den Kinos läuft und ahnungslosen Kindern in die Köpfe getrichtert wird.

Hier der Trailer:

Die frühen Hörspiele von TKKG stehen für ein problematisches Weltbild, schreibt die RP: “Diskriminierend, gewaltverherrlichend und chauvinistisch.” Deshalb hat man extra einen Erwachsenen ins Kino geschickt, um den neuen Film auf seine politische Korrektheit zu überprüfen. Wer den Artikel lesen will, muss sich allerdings “kostenlos” mit seiner Email-Adresse oder über sein Google-Konto registrieren.

Hauptfigur Tim hatte schon in den Originalgeschichten einen Migrationshintergrund, im Laufe der Zeit wurde seine Darstellung auf dem Logo immer mal wieder überarbeitet und die anfangs dunkle Hautfarbe aufgehellt. RP-Beobachter Sebastian Dalkowski stört sich aber nicht daran, sondern dass “Tim mit seinem Migrationshintergrund gleich in der ersten Szene der Polizei davon lief”. Als Neunjähriger habe er die Abenteuer von TKKG geliebt, so Dalkowski: “Erst später begriff ich, dass das Verhalten der Viererbande so unproblematisch gar nicht war, und zwar in einem Ausmaß, dass ich jeden für einen potentiellen AfD-Wähler halte, der sich heute nicht davon distanziert.” 

In seinem Verriss benutzt er selber Rechtspopulisten-Jargon, bezeichnet die Hauptcharaktere schließlich als Tugendterroristen (vergl. Sarrazin) und rückt sie mit dem Schmähbegriff “Viererbande” in die Nähe der mörderischen chinesischen Kulturrevolution. Was denn jetzt? Sind TKKG voll Mao oder voll Nazi? Beides zusammen passt irgendwie nicht. Am Schluss heißt es dann wieder, der Film habe sich darum bemüht, “das peinliche AfD-Erbe zu überwinden …” Eines hat er vergessen zu überprüfen. Die Farbcodes von Warner Brothers (#047BC7) und der AfD (#009FE1) unterscheiden sich nur in Nuancen. Das kann kein Zufall sein. Handelt es sich hierbei am Ende gar um versteckte Wahlkampfhilfe? Bitte dringend eine Recherche starten und Kindern solange den Kinobesuch präventiv verbieten, man kann ja nie wissen ….

https://twitter.com/NobileSeba/status/1138009295000342528


Bildquelle: Screenshot Youtube / Kinotrailer


3 KOMMENTARE

  1. Wer wollte dem Herrn Dalkowski überhaupt widersprechen, dass die von ihm einst so sehr geliebte “Nazischeiße” im Kopf mancher 9jährigen dauerhafte Spuren hinterlassen kann.

  2. Die Nazizeit vor Angela Merkel war wirklich schrecklich. Gut das Angela Merkel und ihre Gutmenschen im Videogewerbe einmal gründlich aufräumen. Auch im Musikgewerbe haben Angela Merkel und ihre Vasallen inzwischen ebenfalls hervorragend aufgeräumt.Dass Heino irgendwann einmal wegen seines “rassistischen und deutschen Liedguts” gebrandmarkt wurde, war nur eine Frage der Zeit. Reinhard Mey ist offensichtlich zu intellektuell, als dass ein Gutmensch seine Botschaften verstehen könnte, sonst stünden viele seiner Werke schon längst auf dem Index. Aber er berichtet zum Beispiel einmal über einen “Negerkusswettesser”. Da sollte es doch sicher selbst Claudia Roth gelingen, das “rassistische Liedgut” zweifelsfrei zu enttarnen. Hinzu kommt, dass May das “Neger- und Negerinnenkusswettesser und Wettesserin” nicht richtig gegendert hat. Das könnte die Gendertanten und Gendertantinnen sicher sehr erzürnen. Mit dem “chauvinistischen Liedgut” des Roberto Blanco tut sich der Gutmenschenmob aber sicher sehr schwer, Spätestens mit seinem chauvi-Schager “Bye Bye, Fräulein” hat er sich als Rechtsradikaler geoutet. Aber hier wird sicher ein Farb-Bonus geltend gemacht.

    Der Wahnsinn um uns herum erinnert irgendwie an die Hexenverbrennungen, die heilige Inquisition oder die Verfolgung der “Kommunisten” unter Adolf Hitler. Wie immer, wenn es gelingt die Verdummung der Massen in eine Richtung zu focusieren, wird das wieder einmal mit viel Blut enden. Auch wenn das Bürgerkriegsprojekt Europa überstanden ist, werden 2 oder 3 Generationen später wieder die nächsten Deppen mobilisiert werden.

  3. @Friedrich Thomas

    Ich befürchte, dass die (eigentlichen) Botschaften von Mey, Pispers und neuerdings auch Rammstein von einigen völlig falsch verstanden werden. 🙂

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