Foto: sergiodvphoto / 123RF Standard-Bild

Der Streit um die Verschleierung einer Studentin an der Universität Kiel verschärft sich weiter. Nachdem die Hochschule das Tragen von Burka (Vollschleier) und Niqab (Augen bleiben frei) verboten hatte, will die betroffene Kieler Studentin und Niqab-Trägerin „auf alle Fälle“ juristisch gegen diesen Verbotserlass vorgehen. Dies sagte sie den Kieler Nachrichten (Print: Montag, Online: Sonntag).

Es hätten sich bereits „mehrere Anwälte“ dieses Falles angenommen, sagte sie der Zeitung weiter. Finanzielle Unterstützung komme von einem Verein, „der sich für religiös Diskriminierte“ einsetze.

Die zum Islam konvertierte Studentin war von einem Uni-Dozenten zurechtgewiesen worden, nachdem sie mit Gesichtsschleier zu einem Tutorium erschienen war. Daraufhin hatte das Präsidium das Verbot der Gesichtsverschleierung erlassen und dies damit begründet, dass Kommunikation in Forschung und Lehre nicht nur auf dem gesprochenen Wort beruhe, sondern auch auf Mimik und Gestik.

Diese Argumentation hält die Studentin, die sich selbst Katharina K. nennt, für „überzogen, symbolisch und argumentativ haltlos“. Das Grundgesetz spiegele ein Verständnis dieses Landes von persönlicher Freiheit, Toleranz und Diversität wider.

Werbeanzeigen

2 KOMMENTARE

  1. Das Wort „Diversität“ kommt im Grundgesetz nicht vor, zum Schrecken aller Gutmenschen wahrscheinlich. Aber das macht wohl nichts; denn selbstverständlich werden unsere Submissionsgerichte der Studentin Recht geben, da die sog. Religionsfreiheit seit neuestem alle anderen Grundrechte und Gesetze überragt.

  2. Religionsfreiheit bedeutet Bekenntnisfreiheit und nicht Handlungsfreiheit.

    Und Faschismussymbole wie Kopftücher, Burkas, etc. haben samt ihrer Anhänger in einer zivilisierten Gesellschaft überhaupt nichts zu suchen. Siehe GG Art. 9 Abs 2.

Comments are closed.