In welcher Sprache Zuwanderer Zuhause sprechen

Im letzten Jahr erregte die CSU mit ihrem Vorstoß, dass Migranten angehalten werden sollten, Zuhause Deutsch zu sprechen, nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch jede Menge Protest.

Diese Einmischung des Staates ging selbst vielen Konservativen entschieden zu weit – schließlich hätte ganz Bayern noch mal zur Schule gehen müssen. Auch in Köln wäre der Dialekt, den Heinrich Heine beschrieb, er höre sich so an, als hätten die Kölsch Redner faule Eier im Mund, vom Aussterben bedroht. Wolfgang Niedecken (BAP) oder der Mundart Truppe De Höhner wären damit die Existenzgrundlage entzogen worden.

So  weit kann staatliche Bevormundung nicht gehen, welche Konsequenzen hätte das nur für das Liebesleben der Deutschen gehabt? Schnackseln, Fensterln und „Jo Mei“ beim Höhepunkt wären im Schlafzimmer ab sofort strafbare Vokabeln gewesen, dasselbe hätte für ostfriesische Entzückungslaute gegolten: „Et kümmt“ ist und bleibt nun mal Platt, auch wenn es den Lippen einer flachsblonden Nordseebraut entfleucht.

Nun liegen aktuelle Zahlen vor, wie es tatsächlich um den Gebrauch der Sprache in den Familien bestellt ist. Entgegen den Angaben gibt es in den USA jedoch keine offizielle Amtssprache, nie wurde ein entsprechendes Gesetz formuliert:


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„Laut Daten der OECD aus dem Jahr 2012 sprechen 40 Prozent der Zuwanderer in Deutschland Zuhause nicht deutsch. Damit liegt die Quote in Deutschland im Mittelfeld. In den USA sind es beispielsweise 58 Prozent, die nicht die Sprache des Gastlandes, also in diesem Fall Englisch, sprechen. In Schweden sprechen 58 Prozent der Zuwanderer Zuhause nicht die Sprache ihrer neuen Heimat. 

Auf der anderen Seite der Skala befinden sich zum Beispiel Spanien (24 Prozent) und Frankreich (28 Prozent). Vor allem Spanien profitiert jedoch davon, dass viele Zuwanderer bereits spanische Muttersprachler sind (49 Prozent). In Frankreich sind es 21 Prozent französische Muttersprachler, sowie weitere 21 Prozent, die mehrsprachige aufgewachsen sind und dabei auch Französisch erlernt haben. 

Die Werte für zugezogene Muttersprachler sind in Deutschland deutlich geringer. Sie betragen hier 14 Prozent, beziehungsweise 10 Prozent für mehrsprachige Muttersprachler.“

Infografik: In welcher Sprache Zuwanderer Zuhause sprechen | Statista

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