Haderthauer Affäre nur die Spitze des Eisbergs im Korruptionsgeflecht zwischen Justiz und Psychiatrie

Verwicklung in höchste Kreise ist kein Einzelfall

Alles redet über die Haderthauer Affäre und lauscht den Enthüllungen des „Dreifach“ Mörders Roland S.

Natürlich kann nicht in jedem Artikel zum Untersuchungsausschuss die Biografie von Roland S. eingebettet werden, aber einige Details sind durchaus interessant –  die Münchner AZ berichtete:

Roland S. ist ein Wiederholungstäter. 1971 tötet er sein erstes  Opfer, einen 24 Jahre alten Bekannten.

Nachdem er ihn erdrosselt hat, schneidet er der Leiche den Penis ab. Dafür wird er zu 14 Jahren Haft verurteilt. 1980 kommt er wegen guter Führung wieder frei. Eine Therapie hat er nicht gemacht.


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Schon nach zwei Jahren wird er erneut verdächtigt.  Doch der Tod an einen 17-Jährigen kann ihm nicht nachgewiesen werden, so dass er freigesprochen wird.

Den Mord gibt er später zu, als man schon wieder eine Leiche, diesmal zerstückelt und wie in beiden Fällen zuvor, mit abgetrennten Penis, findet.

Endlich landet er in der Psychiatrie, nachdem das Nürnberger Schwurgericht eine Begutachtung veranlasst hat.

Dann beginnt seine Karriere als Modellautobauer für die Haderthauers, denn der Gatte der Ex-Staatsministerin ist dort Arzt.

Man stelle sich vor, Roland S. wäre als Leistungsträger nicht so ein besonders lukrativer Patient gewesen, sondern ein ziemlich unangenehmer, anstrengender Kosten- und Risikofaktor.

Wäre der heute als untherapierbar geltende Dreifach-Mörder mit einem Intelligenzquotienten von 150 möglicherweise noch einmal wegen guter Führung frei gekommen?

Warum hat man nicht schon nach dem ersten Mord erkannt, wie es um den Täter bestellt war? Weil er da noch keine Modellautos bauen konnte?

Fragen, die man nicht stellen würde, wenn es um die Justiz in Bayern, wie auch in anderen Bundesländern grundsätzlich in Zusammenhang mit der Psychiatrie nicht so schlecht bestellt wäre, dass man noch von einem funktionierenden Rechtsstaat in Deutschland sprechen könnte.

Da gibt es nicht nur ein paar Mollaths, sondern viele andere Fälle mit sogenannten Anlasstaten, die weit weniger schwerwiegend als drei gestandene Lustmorde sind, bei denen die Insassen jahrelang unter menschenunwürdigen Bedingungen weggesperrt bleiben.

Von den meisten geht wohl kaum eine Gefahr aus, wie wir nach dem Studium mehrerer Fälle, Gutachten, Stellungnahmen und Gegengutachten nach unserer Einschätzung feststellen können, so dass wohl kaum die geschlossene Unterbringung mit weitaus schlimmeren Einschränkungen als im Hochsicherungstrakt des Regelstrafvollzugs gerechtfertigt erscheint.

Die größere Gefahr geht eher von der unseligen  Verquickung zwischen Justiz, Psychiatrie und Gutachterwesen besonders für die Menschen aus, die zufällig zwischen diese Mühlen geraten und denen keine öffentliche Aufmerksamkeit zuteil wird.

In der nächsten Zeit werden wir hier zu weiteren Fällen publizieren, bei denen wir eindeutig belegen können, dass diese Verbindungen bis in höchste Kreise reichen und Bayern keine Ausnahme bildet.

Dazu werden wir Namen nennen und sind ziemlich sicher, dass nicht alle der beteiligten Personen ihre Ämter und Posten behalten werden, sondern der Rechtsstaat so nachhaltig erschüttert werden wird, dass die Politik nicht länger die Reformen vor sich herschieben kann.

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