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Was heute so alles als „Krimi“ durchgeht kann man fast jeden Sonntag im Tatort sehen. Dort wimmelt es nur noch so vor bunten Helden und tumben Rechten. Noch etwas weiter am linksbunten Rand als die Drehbuchschreiber der ARD befindet sich ein bis dato unbekannter Autor namens Peter Fuchs, der sich mit einer äußerst geschmacklosen Mordfantasie wohl ein dickes Stück vom politisch korrekten Kuchen erhofft. Vielleicht hat er sich aber auch eine ziemlich braune Suppe eingebrockt, die er alsbald selber auslöffeln muss.

Das Machwerk „Schöneberger Steinigung“ wird aktuell auf „queer.de“ mit der Schlagzeile „Tod eines rechten schwulen Hassbloggers“ beworben. „Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind natürlich ganz, ganz zufällig“, heißt es unter dem Titelbild. Dem ist mitnichten so. Das gesteinigte Mordopfer Dominik Nemec ähnelt doch sehr dem Blogger David Berger von Philosophia Perennis.

Hier die Eckdaten: Priester outet sich als homosexuell, wird davon von der queeren Community gefeiert, dann aber wendet sich das Blatt wieder, „als er beginnt, rassistisch und sexistisch zu bloggen und dafür Beifall von Rechtsaußen bekommt.“ Dazu findet man in dem dürftigen Stück eine detaillierte Beschreibung von der Inneneinrichtung der Wohnung des Mordopfers, die Besuchern von Bergers „PP-Salons“ bekannt vorkommen dürfte. Die Dramaturgie des Stücks ist vorhersehbar, die „Psychologie“ der Charaktere noch um einiges schlichter gehalten. Alle linken Figuren sind jung, sportlich, dynamisch, klug und weltgewandt – die Rechten sind logischerweise dumm, alt, hässlich, lächerlich – darunter eine „Nelly Nollendorf „, die als extrem überzeichnete Karikatur eines transsexuellen  AfD-Mitglieds herhalten muss.

Muss man über ein so unterirdisch schlechtes Buch überhaupt etwas schreiben und damit unfreiwillig Werbung für den mutmaßlichen Ladenhüter machen? Meine Meinung dazu ist ein klares JA. Denn es zeigt, wie vergiftet der politische Diskurs mittlerweile ist. Kunst darf und kann alles – das mag sein, aber was überhaupt ist Kunst? Etwa sich ein paar Daten zusammen googeln über Personen, deren politische Meinung man nicht teilt und daraus eine krude Mordfantasie stricken? Falls sich der Autor in der Nähe eines Martin Walser wähnt, der einst mit „Tod eines Kritikers“ für einen Skandal sorgte, so befindet er sich doch eher im Fahrwasser von „Jud Süß“. Dem entgegen zu treten hat nichts mit einem angeblichen Kampf gegen die Freiheit der Kunst zu tun – im Gegenteil, wer die Kunst für politische Zwecke missbraucht, muss sich auch der Kritik stellen.

Gelegenheit dazu gibt es zum Beispiel am Samstag, den 11. Mai um 17 Uhr. Dann stellt Peter Fuchs seinen „Krimi Schöneberger Steinigung“ im Mann-O-Meter (Bülowstraße 106, 10783 Berlin) vor. Der Eintritt ist frei.

  • Näheres erfährt man auch unter: info@mann-o-meter.de
  • Bewerten kann man das Buch auch auf Amazon

Herausgegeben wird das Buch von der Querverlag GmbH
Akazienstraße 25
10823 Berlin

Tel (030) 78 70 23 39
Fax (030) 788 49 50
E-Mail: mail@querverlag.de

Auch dort kann man höflich nachfragen, wo denn in nächster Zeit der Autor eine kostenlose Lesung zu halten gedenkt. Es würde mich nicht wundern, wenn es sich dabei um die ein oder andere Örtlichkeit handelt, zu denen gewisse politische Gruppierungen keinen Zugang erhalten, weil man dem „Hass keine Bühne“ geben will. Ob das auch für feuchtlinke Tötungsfantasien gilt, wird man dort sicher gerne und ausführlich erklären, oder?

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