Friede den Hütten – Krieg den Parlamenten

Der hessische Landbote von 1834 ist nach wie vor aktuell. Ursprünglich forderte damals der Schriftsteller Georg Büchner

Friede den Hütten – Krieg den Palästen!

und wurde daraufhin steckbrieflich gesucht. Büchner griff die Obrigkeit an und forderte die Revolution der verarmten Landbevölkerung gegen die adelige Oberschicht.

Anstelle der Paläste sind heute eher die gigantischen Zentralen der Konzerne getreten und selbstverständlich die Parlamente, in die hinein sie durch ihre Hintermänner wirken – ansonsten hat sich nicht viel geändert!


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Schon damals nannte Büchner die Justiz die Hure der Fürsten! Man erinnere sich an das Urteil der obersten Verfassungsrichter in Karlsruhe zum ESM – die Lizenz zum Schröpfen der Haushalte durch die EUROKRATEN!
Nein, es hat sich kaum etwas geändert! In den genau 180 Jahren nach Erscheinen des hessischen Landboten ist an die Stelle der ungebildeten Bauern und Handwerker die immer größer werdende Schar der Hartz 4 Empfänger und Niedriglohnjobber getreten. Während das reiche Bildungsbürgertum im Theater vornehm hüstelnd zu einer Aufführung von Büchners Woyzeck zusammenkommt, um anschließend bei einem Gläschen Champagner die nächsten kommunalen Bebauungspläne zu erörtern, reicht es bei der Unterschicht dank RTL 2 und Springerpresse nicht mal mehr, um die acht Seiten des hessischen Landboten sinnentnehmend zu lesen, vorrausgesetzt, das Pamphlet würde ihnen jemals in die Hände fallen, wo es doch keine iPhone App dafür gibt.

Wie anders könnte es sonst sein? Würden nicht Tausende und Abertausende die Parlamente stürmen, die Konzernzentralen herauf eilen und den wabbelbäuchigen Managern in ihren Anzügen eine anständige Tracht Prügel verabreichen, die sie sonst regelmäßig mit ihren horrenden Boni bei den Edel Dominas in den teueren Penthouse Bordellen bezahlen müssen?

Nein, sie kriegen keine Tobsuchtsanfälle wenn eine Ursula von der Lügen deutsche Waffen zur Bekämpfung des Islamischen Terrorstaates in den Irak liefern will – im Namen der Freiheit, welch ein Hohn – Waffen töten! Sie denken nicht mal darüber nach, ob die ehemalige Bundesnanny nicht längst auf der Gehaltliste eines Rüstungskonzernes steht und nach ihrer aktiven Amtszeit plötzlich und unerwartet in eine Konzernzentrale wechselt, wie schon Gazprom Gerd oder der gesundheitlich so angeschlagene Ministerpräsident König Kurt, der seine karge Rente als Pharmareferent bei Boehringer Ingelheim aufbessern muss – jener Konzern, der gemeinsam mit Monsanto und der Bayer AG kräftig am Agent Orange Geschäft mit verdient hat.

Es scheint als hätte der Hessische Landbote recht gehabt:

Auch im Jahre 2014 siehet es so aus, als würde die Bibel Lügen gestraft. Als hätte Gott die Bauern und Handwerker am 5. Tag und die Vornehmen und Fürsten am 6. Tag gemacht und als hätte der Herr zu diesen gesagt:

Herrschet über alles Getier das auf Erden kriecht und die Bauern und Handwerker zum Gewürm gezählt. Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag, sie wohnen in schönen Häusern und tragen zierlichen Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigene Sprache. Das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf dem Acker….

Immer noch treibt der Reiche den Armen vor sich her, er lässt ihn sogar die Waffen herstellen mit denen Seinesgleichen in anderen Ländern hingerichtet werden. So schaffe und arbeite, dass du nicht hingerichtet wirst, wenngleich der Tod als Meister aus Deutschland im sozialen Gewand daherkommt und dieser Seinszustand im Zwischenreich nur eine Übergangsform zum endgültigen Ableben bedeutet.

Mittellos und würdelos ist ihr Leben im Alter und die Volksseuche Alzheimer nur die erbitterte Gegenwehr des verarmten Geistes, dem Dasein zu entfliehn in das Vergessen – zu grausam ist die Wirklichkeit. Ein neuerliches Geschäft für die Quacksalber aus den Pharmafabriken, die chemische Knute für die Ungehorsamen, die sie zurück ins Hamsterrad treibt.

Das Richtschwert von heute tragen die Vollstrecker in Form von Steuerbescheiden und Pfändungsbeschlüssen vor sich her, sie schlagen nicht die Köpfe ab, sie sperren nicht ins Zuchthaus, sondern sprechen den Bannfluch aus für ein Leben in noch größerer Verdammnis als die Lohnabhängigkeit.

Das Geld ist der Blutzehnte …. und im Namen des Staates wird es erpresst. Die Presser berufen sich auf die Regierung und die Regierung sagt, dass es nötig sei, die Ordnung im Lande aufrecht zu erhalten…

Nichts ist wirklich anders heute! Darum:

Friede den Hütten – Krieg den Parlamenten!


Grafik: Philipp August Joseph Hoffmann (1807 bis 1883) Georg Büchner 1833

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Wolfgang van de Rydt
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