Es ist vollbracht – Code Sieben – Fünf – Acht!

Amerikas Kriegserklärung an Russland

Der ehemalige US-Politiker Ron Paul avanciert zum Whistleblower und bezeichnet die vom Repräsentantenhaus verabschiedete Resolution 758 als kriegsträchtig. Die deutschen „Leitmedien“ ignorieren diese Wortmeldung genauso, wie sie Ron Paul seit Jahren ignorieren. Bis auf zehn Abgeordnete haben alle der Resolution zugestimmt, die es dem Präsidenten ermöglicht, ohne weitere Zustimmung des Kongresses. Russland den Krieg zu erklären.

Ein deutlicheres Signal Richtung Moskau kann es nicht geben – die Drohgebärde ist unmissverständlich.

Die schäbige Berichterstattung seit Beginn der Ukraine Krise von deutschen Medien erscheint nun erst recht in einem noch schlechterem Licht – nein, von Licht kann man in diesem Zusammenhang wahrlich nicht mehr sprechen. Wen überrascht noch die Dreistigkeit der Blitzeinbürgerung der amerikanischen Investment-Bankerin Natalia Jaresko, wegen der es zu Tumulten im ukrainischen Parlament kam? Haben die USA wirklich keinen Nutzen von einer amerikanischen Finanzministerin in der Ukraine? Welch ein Schmierentheater! (DWN)

Wenigstens darüber berichteten auch Spiegel und Co. Ansonsten aber haben sie sich alle die Hände schmutzig gemacht. Und diese Hände werden nicht nur schmutzig bleiben, sondern Blut wird an ihnen kleben, wenn Washington seine unverhohlene Drohung wahrmacht.

Und man sollte die Drohung eines Staates ernst nehmen, der bisher als einzige militärische Macht, Atombomben auf Menschen hat werfen lassen. Keine noch so schlimme Diktatur mit Nuklearwaffenarsenal hat das bisher vollbracht.

Im Contra Magazin wird Ron Paul auf Deutsch zitiert:

„Resolution 758 wurde angekündigt als eine Resolution, die das Handeln der Russischen Föderation unter Präsident Wladimir Putin aufs Schärfste verurteilt, da sie eine Aggressionspolitik gegen angrenzende Staaten mit dem Ziel der politischen und wirtschaftlichen Dominanz“ verfolge.

In Wahrheit besteht der Gesetzentwurf aus 16 Seiten Kriegspropaganda, die selbst die Neokonservativen hätte blass werden lassen sollen, wenn sie denn zu so etwas fähig wären.“   (Contra Magazin)

Vergessen wir nicht – die USA haben ihre Atomwaffen in Deutschland geparkt. Im Fall der schlimmsten Eskalation wären diese auch das Ziel eines russischen Gegenschlags. Die Rolle des menschlichen Schutzschilds käme hierbei der Bevölkerung zu.

Dasselbe gilt auch für die geheimen Kommandozentralen für den Drohnenkrieg, die in Ramstein und im Dagger Complex in Griesheim bei Darmstadt vermutet werden. Die Leitmedien und zwangsfinanzierten Staatssender haben mit ihrer willfährigen US-Propaganda nicht nur die Stimmung in gefährlicher Weise aufgeputscht, sondern bringen auch die deutsche Bevölkerung, ihre eigenen Leser, in Gefahr.

Ein Krieg mit Russland – mitten in Europa – hätte schlimmste Folgen für die Zivilbevölkerungen aller beteiligten Nato Staaten, die die USA schon geschickt in Stellung gebracht haben. Ursula von der Leyen Lügen bekommt zum Jahresbeginn einen dicken Batzen aus der Haushaltskasse, um die Bundeswehr aufzurüsten – welchen Zweck das haben könnte, wird immer klarer. Die Herren schicken zuerst immer ihre Diener an die Front – wen sonst?

Die untertänigste Beihilfe der beteiligten Medien ist an Scheusslichkeit nicht mehr zu überbieten.

Wohin schlittern wir nur, wenn dieses Szenario wahr wird? Zweifeln wir etwa noch daran, dass der Ernstfall kurz bevor steht? Wir haben doch gehört, wie Bundespräsident Gauck auf der Sicherheitskonferenz in München mehr Beteiligung der Bundeswehr an Auslandseinsätzen gefordert hat.

Wir leben doch in einem Land, in dem der Krieg immer und immer wieder aufgearbeitet wird. In dem immer und immer wieder die Kriegspropaganda der Nazis durchgekaut wird, wie sie Feindbilder geschaffen und die Bevölkerung mit Begeisterung in den Krieg getrieben haben.

Aber die Zeitzeugen werden immer weniger. Sie können uns nicht mehr davon erzählen.

Sie können uns nicht mehr sagen: „Ja, so wie heute fing das damals auch bei uns an. Die vielen Arbeitslosen, wir hatten doch nichts und haben doch den ganzen Mist auch noch geglaubt…“

Wir wissen nicht, was Krieg bedeutet. Wir haben ihn theoretisch in der Schule durchgenommen. Wie es sich aber anfühlt, wenn er vor der Türe steht, davon haben wir keine Ahnung.

Und der Krieg steht vor der Tür. Er wird sie eintreten und uns aus unseren Häusern und Wohnungen vertreiben, denn Russland ist nicht der Kosovo oder Afghanistan – Russland könnte sich wehren – und wer weiss, wer noch?

Wir wissen nicht, wie sich der Krieg anfühlt, wie es ist, wenn es uns trifft. Wer einen Partner, ein Kind, einen guten Freund bei einem Verkehrsunfall oder durch eine schlimme Krankheit verloren hat, der kann sich ausmalen, wie es wohl ist, wenn der Tod allgegenwärtig ist und keine Familie, kein Freundeskreis diesen Wahnsinn ohne Opfer übersteht. Wenn die Tränen in den Augen des Gegenübers vom Leid erzählen, dann ist es zu spät. Vielleicht brauchen wir das!

Denn überall auf der Welt ist Krieg und Hunger, es sterben die Kinder, die Frauen, die Alten und alle die, die niemals vor hatten zu kämpfen. Die nur leben wollten, so wie wir. Ein stumpfsinniges Leben mit der Aussicht auf eine goldene Zukunft. Diese Zukunft hatten wir, aber was wir Freiheit wähnten, war nur Wohlstand. Ein Wohlstand auf Kosten anderer. Und dieser Wohlstand bröckelt in ganz Europa. Ein fruchtbarer Boden für falsche Propheten und Kriegstreiber.

Auch Putin ist wahrlich kein Heiliger und es lebt sich nicht so gemütlich im System Putin, wenn man nicht seiner Meinung ist. Aber wird man in Russland auch so schnell von der Polizei erschossen, wenn man die falsche Hautfarbe hat? Gab es dort in letzter Zeit Rassenunruhen, wie in den USA?

Wie werden sich die Bedingungen der Menschen auf beiden Seiten verändern, wenn es zur Eskalation kommt? Sicher nicht zum Besseren – vielleicht wird Feindsender hören wieder auf beiden Seiten mit dem Tod bestraft, sowie auch sonstige noch stillschweigend gewährte Bürgerrechte komplett eingeschränkt werden. Netzsperren, wie in China wären noch das Harmloseste, was uns allen blühen könnte. Nein, die Demokratie und die Freiheit werden auch in der Ukraine ganz sicher nicht verteidigt – sie waren die ersten Opfer des Konflikts.

Aber all diese Gedanken erreichen nicht die Hirne und Herzen unserer fettleibigen, schwabbelbäuchigen, faltgesichtigen Schreibtischverbrecher und -rinnen – sie fantasieren von neuen Arbeitsplätzen durch den anstehenden Boom in der Waffenindustrie. Damit können sie sich eine Weile schmücken und wieder von Konjunktur und Wachstum faseln.

Dann aber wird es ernst. Die Arbeitslosen werden an die Front entsorgt, billige Kriegsgefangene schuften derweil, ohne einen Mindestlohn zu fordern, in den Waffenfabriken, die man ohne den ganzen Irrsinn gar nicht bräuchte. All das gab es schon mehrfach in diesem Land.

Und auch Dank jahrelanger War against Terrorism Propaganda durch die USA ist der Rassismus in Deutschland kurz vor der Wiedergeburt, dabei hatte der Friedens-Uncle Sam uns doch einst davon geheilt. Aber wahrscheinlich ist es etwas anderes, wenn demnächst Moscheen brennen statt Synagogen.

Haben wir gelernt aus der Geschichte unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern? Dann wüssten wir jetzt, was wir hätten tun können. Damals war es das Ermächtigungsgesetz, dass die Herrschaft der Nazis ermöglichte.

Und heute, in der Gegenwart, hat ein Friedensnobelpreisträger den Blankoscheck für den Krieg ausgestellt bekommen! Wird er ihn einlösen?

 

Bildquelle:

ron paul photo

Photo by Gage Skidmore

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