Erdgas Stopp: Menschenrechtsverbrechen in der Ukraine

Putin spricht von Völkermord

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung will die Ukraine kein Erdgas an die Separatisten in der Ostukraine liefern. Putin bringt in seiner Kritik daran, die Vokabel Völkermord ins Spiel.

Völkermord? Menschenrechtsverbrechen? Jetzt erst?

Es sind doch schon tausende Menschen bei den Konflikten gestorben. Jeder einzelne Tote geht dabei auf das Konto der Verbrechen gegen die Menschenrechte. Denn was ist das allererste und höchste Menschenrecht, wenn nicht das Leben?

Krieg ist immer ein Verbrechen. Wenn er dann weiter eskaliert, aus Sicht eines Beteiligten dann so „richtig“ schlimm wird, dann spricht man von Verbrechen gegen die Menschenrechte und Völkermord. Als wäre der Beginn mit nur ein paar Toten weniger schlimm für die Gefallenen und ihre Hinterbliebenen? Sie bleiben tot, auch wenn der Krieg noch schlimmer wird.


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Ist ein begonnener Krieg kein versuchter Völkermord, weil noch nicht die Mindestanzahl Getöteter erreicht wurde? Warum werden überhaupt solche Superlative gebraucht?

Von Tod gibt es keine Steigerung, es gibt keine „faire“ Kriegsführung, Kriegswaffen sind immer tödlich. Ob nun martialisch per Handarbeit Köpfe abgetrennt werden oder hochmodernes Kriegsgerät zum Einsatz kommt. Erobert, geraubt, vertrieben, getötet – das Ergebnis ist immer dasselbe – Tod und Vernichtung, Verzweiflung, zerstörte Hoffnung und Hass statt Versöhnung.

Nichts, was in irgendeinem Krieg geschieht, ist mit den Menschenrechten zu vereinbaren. Sind die Getöteten weniger schlimm, wenn es im selben Krieg ausnahmsweise einmal nicht zu Massenvergewaltigungen kommt? Wenn auf „geächtete“ Waffen, wie Streubomben verzichtet wird? Wenn nur Soldaten und fast gar keine Zivilbevölkerung zu Tode kommt? Wenn fast keine Kinder unter den Opfern sind, wenn Schulen und Krankenhäuser aus „humanitären“ Gründen nicht beschossen werden?

Der Gebrauch von Superlativen wie Völkermord und Menschenrechtsverbrechen gauckelt uns vor, als gäbe es so etwas wie einen „fairen“ Krieg –  ein fataler Irrtum.

Das Verhalten der ukrainischen Regierung heizt den Konflikt weiter an – ein Ende ist nicht in Sicht.


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1 Kommentar

  1. Blödsinn, der Artikel. Freilich ist ein (von Proshenko, Jatzenjuk und auch Timoschenko) mehrfach angekündigter Genozid an einer bestimmten Volksgruppe, nämlich den Menschen im Osten der Ukraine, ein klarer Völkermord und das muss man auch so benennen. Ebenso wie die Verwendung von Uranmunition durch die USA in deren Kriegen langfristig auf eine Ausrottung der davon betroffenen Menschen abzielt und somit ebenfalls einen Völkermord darstellt.

    Davon abgesehen relativiert der Artikel das Abschlachten von Zivilisten wie auch den Entzug lebenswichtiger Ressourcen, was definitiv noch einmal eine ganz andere Qualität hat, als wenn sich ewig gestrige Militärs – insbesondere Söldner – die Schädel gegenseitig einhauen, denn letztendlich ist das ja deren selbst gewählte Bestimmung, wenn sie ihr Berufsglück in der Mord- & Totschlagbranche suchen.

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