Edathy: Schon bestraft genug?

Anwalt: Es gilt die Unschuldsvermutung

Der Prozess hat begonnen und könnte bald schon zu Ende sein. Gegen Zahlung einer größeren Barschaft, versteht sich das.  FAZ


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Ob Herr Edathy nun recht wenig von der auch für ihn geltenden Unschuldsvermutung gemerkt habe, wie sein Anwalt eingibt, darf jedoch für das Gericht keine Rolle spielen. Das wäre eine Frage für weitere Verfahren wegen Geheimnisverrat und für die Presseorgane wegen Verletzung des Pressecodex und der Persönlichkeitsrechte von Herrn Edathy.

Vor Gericht geht es allein darum, ob sich Edathy im Sinne der Anklage schuldig bekennt bzw. ob ihm die vorgeworfenen Straftaten nachgewiesen werden können. Ob ihn schon ein anderer bestraft hat, darf keine Rolle spielen, denn dann können wir die Justiz gleich abschaffen und die Hinrichtung den Medien alleine überlassen.

Der Fall Edathy lenkt ab:

Geschädigt wurden die Opfer, Kinder und Jugendliche, die ganz sicher nicht freiwillig vor der Kamera posiert haben.

Ob der Konsum solcher Bilder nun legal ist oder nicht – Edathy wusste, was er tat, sonst wäre er dabei nicht konspirativ vorgegangen. Dass er alle Möglichkeiten nutzt, sich als Opfer darzustellen entspricht der typischen Strategie aller von Aufdeckung betroffenen Täter aus dem Kreis der Pädosexualität.

Für dieses sich selbst entlarvende Verhalten kann man den Angeklagten aber nicht schuldiger sprechen als er es ist. Sofern er keinen körperlichen Missbrauch an Jugendlichen oder Kindern begangen hat, keine strafbare Kontaktaufnahme in Internetforen versucht hat, sondern „lediglich“ Bildmaterial im Grenzbereich der Legalität konsumiert hat, so kann er nur dafür auch verurteilt werden.

Das mediale Urteil ist allerdings längst gesprochen und daran hat nicht alleine die Presse schuld, wie Edathy behauptet, sondern sein eigenes Verhalten hat im Wesentlichen dazu beigetragen, dass man ihm das Unschuldslamm nicht so einfach abkauft.

Dass er ganz nebenbei offenbart hat, wie eklig der politische Alltag ist, wie verlogen politische Mitstreiter und Gönner sich plötzlich im Angesicht der Wahrheit winden und der Fall Edathy zu einer Staatsaffäre mutiert, das ist nicht sein Verdienst, sondern ebenso der Berichterstattung zu verdanken. Ebensowenig kann er sich damit reinwaschen, in dem er mit dem Finger auf andere zeigt und damit andeutet: Das sind die Schmuddelkinder!

Der Prozess wird so oder so ein unbefriedigendes Ende nehmen. Der Rechtsstaat wird immer angeblich beschädigt, wenn öffentliche Personen vor Gericht stehen, doch wer so argumentiert, hat eine sehr verkürzte Sicht auf die Medienwelt und die Politik.

Wer in der Öffentlichkeit steht, wird auch in und manchmal auch von der Öffentlichkeit gerichtet. In diesem Fall völlig zu Recht.

Politiker, wie Herr Edathy haben in der Öffentlichkeit auch nichts mehr zu suchen, bestenfalls in einer Therapie – wenn ihre Neigungen bekannt werden. Alles andere ist völlig indiskutabel und für betroffene Opfer eine Demütigung, die beständig neu „re-traumatisieren“ kann.

Bestimmte Kreise feiern Edathy schon aufgrund des zu erwartenden Urteils, da wird er weiterhin eine öffentliche Person sein können. Was am Ende des Prozesses auf jeden Fall fehlt, ist Gerechtigkeit für die Opfer, denn um sie ging und geht es die ganze Zeit nicht, nur um den möglicherweise strafbaren Vorgang eines Mandatsträgers.

Das ist der eigentliche Skandal. 

Ein weiterer Skandal sind fehlende Konsequenzen aus dem Fall. Initiativen, die Pädophilie als sogenannte sexuelle Präferenz bezeichnen, rücken diese Störung in die Nähe von Homosexualität und leisten mit diesem Vorstoß zu einer tabulosen Diskussion der Legalisierung und Verharmlosung Vorschub.

Federführend ist die Berliner Charité mit dem Netzwerk KEIN TÄTER WERDEN . Der Institutsleiter Klaus M. Beier forderte im Spiegel :

eine rationalere Debatte über Pädophilie in Deutschland und erklärt, warum Männer mit dieser Neigung auch hohe Staatsämter einnehmen könnten. Quelle Spiegel

Es ist notwendig, zur Meinungsbildung das ganze Interview zu lesen, ansonsten könnte der Eindruck entstehen, der Sexualmediziner würde Straftaten gegen Kinder befürworten oder verharmlosen, was natürlich nicht der Fall ist.

Doch wissenschaftliche Kriterien genügen nicht alleine bei der Betrachtung des Phänomens der Pädophilie und dem Umgang mit Tätern, sondern gesellschaftliche Werte müssen breit diskutiert werden. Die Öffentlichkeit teilt jedenfalls nicht die Meinung, dass solche „Personen“ aufgrund ihrer Erfahrungen mit Diskriminierung besonders geeignet seien, hohe Staatsämter auszuüben.

Im Gegenteil, diese Macht macht diese Menschen unantastbar, so dass sie keine Konsequenzen ihres Handels spüren und dafür sensibel werden, dass sie Hilfe benötigen und anderen Schaden zufügen.

Auch wenn sonntags im Tatort alle nach dem Täter schauen: Opferschutz vor Täterschutz!


 

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1 Kommentar

  1. Ich verstehe Menschen nicht, die ihre sexuellen Bedürfnisse auf Kinder gerichtet haben !
    Ist denen die Moral und der Anststand flöten gegangen oder haben die Angst vor Gleichaltrigen ?
    Solche Leute sollten sich mal psychologisch untersuchen lassen, das kann eventuell helfen !

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