Den Haag: „Scharia“ Polizei sorgt für Ruhe in der No Go Area

Freiwillige Helfer und Polizei zeigen Präsenz im Brennpunkt Schilderswijk

Die Nacht im Den Haager Stadtviertel Schilderswijk soll erstmals wieder ohne Zwischenfälle verlaufen sein. Aber von Entspannung zu sprechen wäre verfrüht.

Freiwillige Helfer und die Polizei zeigten starke Präsenz auf den Straßen. Aber die Patrouillen der Viertelbewohner stoßen nicht überall auf Zustimmung.


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„Ein Viertel mit eigenen Ordnungsdiensten? Gehört das noch zu den Niederlanden?

Islam Bürgerwehr in den Haag

Am Nachmittag wurde ein 27-jähriger Den Haager verhaftet, wegen des Verdachts der Beteiligung an den Plünderungen und der Bedrohung von Polizeibeamten über die sozialen Netzwerke. Mehrere Bilder sollen in Umlauf gebracht worden sein, auf denen angeblich zwei an der Festnahme von Mitch Henriquez beteiligte Polizisten zu sehen seien.

Die Verbreitung der Bilder sei strafbar, teilte die Polizei mit und die Polizisten hätten nichts mit der Festnahme zu tun. Politie DH

Die Umstände, die zur Festnahme von Mitch Henriquez führten, sind nach wie vor umstritten. Nach mittlerweile bestätigten Zeugenaussagen, soll er mit Rufen, dass er eine Waffe habe, die Aufmerksamkeit der Beamten erregt haben. Die Version der Polizei, dass er erst im Krankenhaus verstorben sei, wird stark angezweifelt.

Die im Netz kursierenden Handy Videos zeigen einen leblos am Boden gehaltenen Mann, dem beim Aufrichten durch die Polizisten die Beine wegsacken, so dass er zum Abtransport in den Polizeiwagen über den Boden geschleift werden muss.

Viele glauben daher, dass er zu diesem Zeitpunkt schon tot war.

 

Ministerpräsident Rutte und Bürgermeister van Aartsen in der Kritik

Ministerpräsident Rutte löste mit seiner Äußerung, dass der Ramadan und die Hitze für die Auschreitungen verantwortlich seien, Empörung aus. Denn der Stadtteil Schilderswijk ist ein überwiegend von Muslimen bewohntes Viertel, Moscheen und orientalische Geschäfte prägen das Stadtbild.

Aufgrund der hohen Kriminalitätsrate gilt der Bezirk bei vielen Niederländern als No Go Area.

Schuld an den Zuständen in Schilderswijk trage aber auch der ehemalige Außenminister und jetztige Bürgermeister von Den Haag,  Jozias van Aartsen. Die Politik des Wegschauens fördere geradezu die Entstehung der Parallelgesellschaft, die viele Niederländer verärgert als Kalifat bezeichnen.

Im Januar wurde auf Anordnung des Bürgermeisters eine Demonstration auf dem Malieveld der Break the System Bewegung durch einen massiven Polizeieinsatz abgebrochen, obwohl es zu keinerlei Gewalt gekommen war. Das Bündnis prangert vor allem soziale Missstände an. Tage zuvor konnten jedoch Salafisten ungehindert durch die Den Haager Polizei aufmarschieren und dabei sogar ihre Hass – Propaganda für den Islamischen Staat verbreiten. Das sorgte für Ärger bei den Initiatoren, die keinerlei Nähe zu islamkritischen rechtspopulistischen Parteien haben, sondern eher mit der Occupy Bewegung zu vergleichen sind.

Die freiwilligen Helfer in ihren gelben Warnwesten, für deren Einsatz sich die Polizei bedankte, wurden auch durch Aufrufe zur Mäßigung aus den muslimischen Gemeinden unterstützt.

sharia polizeiDass die jugendlichen Gewalttäter keinerlei Respekt vor der Polizei zeigten und nur durch die eigenen Viertelbewohner zur Ruhe gebracht werden konnten, löste Empörung aus, so dass viele Niederländer von einer Schariapolizei sprachen oder das Viertel Schilderswijk auf Twitter umtauften in „Shariadriehoek“ (Shariadreieck) – was auf Deutsch mit Schariaviertel nur ungenau übersetzt werden kann.

All das aber ist nicht neu. Der Stadtteil ist seit vielen Jahren verrufen, auch Hindus beklagen schon Terror durch marokkanische Banden, die Andersgläubige aus dem Viertel vertreiben wollten. Politiek TPO

 

 



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4 Kommentare

  1. »Den Haag: „Scharia“ Polizei sorgt für Ruhe in der No Go Area«

    Den Haag kann nur als Einzelbeispiel eines viel weiter greifenden »Spiels« angeführt werden. Wenn sich bestimmte Städte/Stadtviertel eigene NICHTSTAATLICHE »Scharia«-Polizei erlauben dürfen, kann es doch nach dem Gleichberechtigungsprinzip nur legitim sein, wenn sich andere Städte/Stadtviertel z.B. (private) Bürgerwehren einrichten, um dem zunehmenden Verbrechen zu begegnen.
    Nun denn – die staatlichen Ordnungshüter werden mit politischen Maulkörben versehen und ihre Dienststellen kaputtgespart, auf daß dem Verbrechen immer weniger Paroli geboten werden kann. Packen wir’s also an und gründen deshalb unsere eigene Selbsthilfe-Verteidigungtruppe.

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