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Am 10. Mai rief der Oberbürgermeister den Klimanotstand aus. Menschen gerieten in Panik und flohen aus der Stadt. Die Luft brannte, die Straßen waren von Leichen gesäumt und überall dieser Geruch, der das Atmen schwer machte und durch jede Pore tief in die Haut eindrang. Sirenen heulten und immer wieder waren Explosionen zu hören.

Es folgt der Bericht eines Augenzeugen, der seine Notizen stichwortartig aufgezeichnet hat. Die Einträge sind redaktionell aufbereitet, wobei darauf geachtet wurde, die Authentizität zu erhalten.

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Die Überlebenden suchen Schutz in den Wäldern. Doch das Virus lässt sich nicht abschütteln. Sobald es den Weg über die Blutbahn bis ins Hirn geschafft hat, ist es zu spät. Eben noch normale Mitbürger, gute Freunde, Familienangehörige und Arbeitskollegen verwandeln sich in blutrünstige CO2mbies. Der Neckar färbt sich blutrot und die Schreie der Opfer hallen durch die Nacht.

11. Mai – Der Tag danach

Nichts ist mehr wie vorher. Die Behörden haben eine Ausgangssperre verhängt und die Stadt abgeriegelt. Niemand kommt hinaus und keiner mehr hinein. Das Gesundheitsministerium lässt einen Schutzwall errichten, in der Hoffnung, die Ausbreitung der Seuche einzudämmen. Fernseh- und Radiosender bringen Non-Stop-Nachrichten. Klaus Kleber erklärt mit versteinerter Mine, dass Konstanz mittlerweile gefallen ist.

12. Mai 

Es gibt immer noch Menschen, die nicht befallen sind. Ärzte und Sanitäter in Schutzanzügen nehmen Blutproben. Es heißt, dass daraus ein Impfstoff gemacht werden soll. Wie lange wird das dauern?

13. Mai

Der Kampf um sauberes Wasser und nicht befallene Lebensmittel fordert zusätzliche Opfer. Wer durch die Barrieren zu fliehen versucht, muss mit einer Kugel rechnen. Die Lage scheint hoffnungslos.

14. Mai 

Eine Straßensperre wurde überrannt, nachdem dort die ersten Gesundheitssoldaten zusammengebrochen sind. Andere suchen den Weg über das Wasser. Hubschrauber kreisen über der Stadt und machen Jagd auf Geflüchtete.

15. Mai

Eine kleine Gruppe hat es aus der Stadt geschafft ….

Hier brechen die Notizen ab. Wir gehen davon aus, dass der Überlebende sich ebenso in einen CO2mbie verwandelt hat.

18. Mai

Das Virus ist in Österreich eingefallen. Erste Opfer werden aus Wien gemeldet.

19. Mai 

Der Bundeskanzler erklärt den Klimanotstand für ganz Österreich.

20. Mai

Österreich wird aufgegeben.

21. Mai

Weitere Hauptstädte melden erste Seuchenfälle. Die Lage wird immer dramatischer, es dringen kaum noch Nachrichten an die Außenwelt.

26. Mai

Europa ist verloren und befindet sich vollständig in der Hand der CO2mbies

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3 KOMMENTARE

  1. Köstlich!

    Was wurde aus der kleinen Gruppe?
    Ein mögliches Szenario. Ähnlichkeiten zu Hauptakteuren aktueller CO2mbies-Zeitgeschichte rein zufällig:

  2. Unmöglich. Laut Brockhaus ist der Kohlendioxid-Gehalt der Luft in den letzten hundert Jahren gesunken. Großer Brockhaus 1906: 0,03 – 0,06 %. Brockhaus-Enzyklopädie 2010: 0,03 %.

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