Bayern-Justiz unter Druck – Ulvi Kulac fordert Schadenersatz in Millionenhöhe

Kassel: Die Rechtsanwaltskanzlei Hanna Henning hat sich des Justizskandals Ulvi Kulac angenommen und auf einer Pressekonferenz deftige Ohrfeigen an die Bayernjustiz verteilt.

Foto: © O24

Besonders schlecht geschlafen haben dürfte der Sachverständige Prof Dr. med Hans Ludwig Kröber. Eine Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderung in Höhe von 600.000 Euro wurde ihm bereits durch die Kanzlei zugestellt. Mit seinem Gutachten habe er die Verurteilung ihres Mandanten wegen Mordes an Peggy K. quasi zementiert, so Hanna Henning. Die vorgelegten schriftlichen Gutachten und mündlichen Aussagen von Kröber genügten nicht den Mindestanforderungen, die laut BGH an solche Gutachten zu stellen seien. Bei drei von vier Sitzungen sei die erforderliche Tonband oder Videodokumentation nicht erfolgt. Sollte der Gutachter die Forderung nicht erfüllen, werden die Anwälte im Auftrag von Ulvi K. Klage einreichen. Die Kanzlei geht davon aus, dass alle Beweise so schlüssig sind, dass es zur Verurteilung von Kröber käme.

Auch gegen den aus dem Mollath-Verfahren bekannten Sachverständigen Nedopil sollen Schadensersatzansprüche geprüft werden. Hinsichtlich des angeblichen Missbrauchs durch Ulvi K. an der kleinen Peggy und ihrer Tötung hatte er für das Verfahren ein widersprüchliches Gutachten erstellt und attestierte Schuldfähigkeit am Missbrauch, jedoch nicht für den Mord. Darauf gründet sich letztlich, warum Ulvi K. die Haftstrafe nicht antreten musste, sondern in den Massregelvollzug überstellt wurde und auch nach dem Freispruch vom Mordvorwurf vom Richter zunächst nicht daraus entlassen werden wollte.

An den Freistaat Bayern wurde der Schadensersatzanspruch von Ulvi K. wegen der Fehlverurteilung mit 750.000 Euro beziffert, für die Eltern, deren Existenz durch diesen Justizskandal vernichtet wurde, liegt die Forderung bei mindestens 1.000.000 Euro.

Auch die Hintergründe der Inszenierung sollen durch ein neues Verfahren aufgedeckt werden. Ulvis Betreuerin Gudrun Rödel wiederholte ihre Kritik am damaligen bayrischen Innenminister Günther Beckstein. Auf seinen Druck sei es zu der schnellen Verurteilung von Ulvi K. gekommen, damit man einen Täter präsentieren konnte. Ebenso könne man nachweisen, dass die Geständnisse unter Druck der Ermittler erwirkt wurden.

Rechtsanwalt Thomas Henning hob besonders hervor, dass, wie im Fall des Mordvorwurfs, es auch keinerlei Beweise für den behaupteten Missbrauch gäbe. Der Mandat soll vollständig rehabilitiert werden. Bei grober Fahrlässigkeit oder erwiesener Vorsätzlichkeit kann in solchen Fällen die Amtshaftung geltend gemacht werden. Eine weitere Blamage für den Ruf der Bayern-Justiz droht also, neben einem empfindlichen Loch in der Kasse.

Auch manche Medien spielten keine gute Rolle. Zwei Journalisten, die besonders negativ über den Fall berichteten, erschienen nicht zur Pressekonferenz, obwohl sie sich vorher angemeldet hatten. Fürchteten die Herren eventuell, auch eine Klage wegen Rufmord präsentiert zu bekommen? Erst kürzlich musste die BILD sich mit einer Unterlassungsaufforderung wegen falscher Berichterstattung über den Fall auseinandersetzen und die Darstellung korrigieren.

Wenn die Klagen zugelassen werden, ist wohl erneut ein langwieriges Verfahren zu erwarten, bei dem die Beklagten wohl nichts unversucht lassen, sich mit allen Mitteln aus der Affäre zu ziehen.

Anzeige

Während Angela Merkel es sich gut gehen lässt …

… schon nach der Wahl im Herbst werden wir ALLE in bitterer Armut leben. Und das wegen dieser 3 schrecklichen Merkel-Lügen! Watergate.tv hat die schockierende Wahrheit jetzt enthüllt. Sie werden nicht glauben, wie einfach es für Politiker ist, Ihnen das Geld aus den Taschen zu ziehen!

>> Klicken Sie jetzt einfach HIER und erfahren Sie, wie es wirklich um Ihr Geld steht!

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum
Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:
Redaktion
Über Redaktion 4230 Artikel
Frisch aus der Redaktion

5 Kommentare

  1. Von Anfang an war für mich klar: In Ulvi hat man den Täter gefunden, der gut zu bearbeiten war: Etwas zurückgeblieben, für Beckstein ein gefundenes Fressen.
    Hoffentlich müssen die Lederhosen nun finanziell dafür aufkommen, gerecht wäre es. Bluten sollen sie dafür!

  2. Re. „empfindliches Loch in der Kasse“.

    Die bayerischen Juristen (der Sumpf aus Anwälten, Staatsanwälten und Richtern unisono) brüsten sich, dass die Justizkasse jährliche einen Überschuss von 500 Millionen Euro „erwirtschaftet“. Da ganz normal jedes zweite Urteil ein Fehlurteil ist, ist der volkswirtschaftliche Schaden mit ca. 300 Millionen p.a. anzunehmen (ohne Kollateral).
    Normal ist es, natürlich ist diese Mauschelei und fehlende Gewalten-Teilung nicht.
    Dass die Weissungsgebundenheit der Staatsanwälte zum Bayerischen Himmel stinkt, dass die Bestellung der Richter durch die Regierung automatisch Regierungsrichter und keine Volksrichter bedingt ist eine Katastrophe für das Land und einer kleinen Elite höchst dienlich. Der Teufel soll sie nicht holen. Er hat sie schon lange in Obhut genommen.

  3. Adolf Hitler wußte genau was er tat.
    Er führte das Schornsteinfegergesetz ein. Spitzel für die Gestapo.
    Auch heute ist das grundgesetzliche Recht der Unversehrtheit der Wohnung durch das Schornsteinfegerhandwerksgesetz in bestimmten Fällen aufgehoben.
    Hitler führte auch das Berufsbeamtentum wieder ein, Hörigkeit war nötig, wie heute ?
    Hitler führte auch die Weisungebefugtheit über die Judikative ein.
    Richter und Staatsanwälte. Alles das ist bis heute mit kaum merklichen Veränderungen erhalten.
    Vermutlich weil es sich schon bei den Nazis bewährt hatte.
    Ich glaube das nennt man Kontinuität.

    • Gar nicht soweit hergeholt, Lucki.
      Ich sehe durchaus Paralellen. Wer sich (im Netz) mal Hitlers Buch Mein Kampf zu Gemüte geführt hat, versteht, warum die „Elite“ dieses Buch verboten hat. Es hat sich nämlich nicht viel geändert in Deutschland. Was Hitler damals gesehen hat, sehen wir heute wieder.
      Aber zu Ulvi: Ich hoffe, dass er eine saftige Entschädigung erhält.

Kommentare sind deaktiviert.