UN-Resolution stoppt Siedlungsbau: Eine ganz besondere Bescherung im Heiligen Land

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Bibi Netanjahu ist sauer. Die USA haben von ihrem Veto-Recht bei der Verabschiedung der UN-Resolution über ein Stopp des Siedlungsausbaus auf palästinensischem Gebiet keinen Gebrauch gemacht.


Einen Tag vor Heiligabend sieht es also ganz und gar nicht nach Frieden im Heiligen Land aus. Mit 14 Ja-Stimmen bestätigte der UN-Sicherheitsrat jetzt den Antrag von Ägypten und erklärte somit den Siedlungsbau als „Hindernis für den Friedensprozess“ und somit illegal.

Schon seit einiger Zeit haben die Israelis mit der UN-Tochter, der UNESCO ihre lieben Nöte. Die UNESCO hatte bereits eine umstrittene Resolution umgesetzt, bei der das Streitobjekt Tempelberg eine wesentliche Rolle spielt. Für die Altstadt Jerusalems sollen ab sofort nur noch die muslimischen Namen im offiziellen Sprachgebrauch verwendet werden.

Laut Israelheute.com sagte damals der israelische UNESCO-Botschafter Carmel Shama-Hacohen nach der Abstimmung: „Dies ist eine weitere absurde Resolution gegen den Staat Israel, dem Jüdischen Volk und der historischen Wahrheit.“ Unberechtigt ist diese Kritik aus historischer Sicht keineswegs, aber wie berechtigt ist der jüdische Anspruch von heute auf die heiligen Stätten des Islams?

Wie absurd die Streiterei um den Tempelberg anmutet, kann man in der Springerpresse nachlesen, die, was Argwohn oder gar Kritik Israel gegenüber völlig unverdächtig, sondern treuer Verbündeter ist.

„Rote Kühe sollen den Tempelberg zurück erobern“ – dieses Beispiel für den religiösen Fanatismus jüdischer Sekten sollte man nicht unterschätzen, die Chabad Lubawitscher haben ein weltweites Netzwerk gespannt und besonders in den USA großen Einfluss. Donald Trumps frisch gebackener Schwiegersohn Jared Kushner wird der Sekte zugerechnet, vor einiger Zeit besuchte er mit seiner Frau Ivanka das Grab des legendären „Rebben“ Schneerson, der bis zu seinem Tod als heimlicher Herrscher Israels galt und von vielen Anhängern als Messias angesehen wurde.

Wie weit ist das Projekt Rückeroberung des Tempelbergs und Errichtung des dritten Salomonischen Tempels vorangekommen? Schon 2014 wurden erste Spenden für das Projekt gesammelt. Wenn man solche Kommentare und viele andere liest, dann wird offenbar, dass der religiöse bis an den Wahn heran reichende Fanatismus nicht nur bei Muslimen weit verbreitet ist:

Und er wird gebaut. Der 3. Tempel.
Nichts und Niemand kann diese Verheißung außer Kraft setzen.
…und die Al Aksa Moschee und der Felsendom?
Sie werden eines Tages „pulverisiert“ und der Tempelplatz wieder dem Jüdischen Volk zurück gegeben sein.
Wer einen Besuch des Westmauer plant, der sollte unbedingt die Menora fotografieren, die in einem Glasschrein ausgestellt ist.
Diese Menora wird ihren Platz im 3. Tempel einnehmen.
Die Muslime haben noch die „Schlüsselgewalt“ über den Tempelplatz. Doch bald schon, was immer das auch in Raum und Zeit bedeutet, ist der „Schlüssel“ wieder in der Hand des Volkes des Ewigen. Die Zeit der islamischen Besetzung geht unaufhaltsam ihrem verdienten Ende entgegen.
Und darauf freue ich mich ganz doll… Quelle: Israelheute.com

In Israel setzt man auf Donald Trump und den guten Draht zu ihm über seinen Aipac-Schwiegersohn. Wenn geostrategische Interessen mit dem Irrationalen gekreuzt werden, lässt sich kaum noch sagen, welche Hand die andere nur als Werkzeug benutzt – eine explosive Mischung, die gefährliche Ausmaße annehmen kann. Die Chabad Lubawitscher glauben nämlich, dass erst dann der Messias wiederkehrt, wenn die Zerstörung Israels begonnen hat. Dazu braucht es den dritten Tempel Salomons, die koschere rote Kuh und ein geheimnisvolles Ritual. Notfalls muss man vielleicht auch etwas nachhelfen. Wie soll bei all den fanatischen Zündlern und Brandstiftern jemals Frieden im Heiligen Land einkehren?



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